Real schließt mehrere Supermärkte in Deutschland, darunter einen in Berlin. Auf Anfrage der Berliner Zeitung bestätigte der Konzern, dass der Markt in der Badstraße in Wedding dicht macht. Noch ein Jahr lang können Anwohner dort einkaufen gehen, zum 30. September 2016 schließt die große Real-Filiale. Didier Fleury, Real-Chef, will „chancenlose Häuser“ schließen.

Die SB-Warenhauskette Real schließt wegen mangelnder Rentabilität Ende September 2016 sieben Häuser. Ein weiterer Standort in Iserlohn wird am Jahresende geschlossen. Das teilte Real am Mittwoch in Mönchengladbach mit. Betroffen sind insgesamt rund 650 Mitarbeiter. Das Unternehmen werde versuchen, freiwerdende Arbeitsplätze den Mitarbeitern der Schließungsmärkte bevorzugt anzubieten, sagte ein Sprecher. Derzeit sei jedoch unklar, für wie viele Mitarbeiter dies gelingen werde. Die Sozialplanverhandlungen sollten bald beginnen.

Geschlossen werden die Häuser in Plettenberg (NRW), Ludwigshafen und Pirmasens (Rheinland-Pfalz), Gägelow und Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern), Leipzig und Berlin. In Berlin gibt es derzeit fünf Real-Märkte. Sie hätten im vergangenen Geschäftsjahr 2013/2014 zusammen Verluste im hohen einstelligen Millionenbereich erwirtschaftet, so Real. Real wolle erfolgreiche Standorte dauerhaft sichern, aber auch chancenlose Häuser schließen, erklärte Real-Chef Didier Fleury laut Mitteilung.

Die zum Metro-Konzern gehörende Supermarktkette führt rund 300 Häuser in Deutschland mit etwa 38.000 Mitarbeitern und erreichte 2013/2014 rund 8,4 Milliarden Euro Umsatz. (blz/dpa)