Der Vorfall ereignete sich auf der A 100 in Charlottenburg. Nach den ersten Ermittlungen der Polizei fuhr ein 33-Jähriger mit seinem Fiat-Transporter gegen 22.30 Uhr auf der Autobahn in Richtung Norden im äußersten linken Fahrstreifen.

In Höhe der Ausfahrt Kurfürstendamm gibt es in dieser Fahrspur eine Baustelle. Der Verkehr wird per Reißverschlussverfahren auf den rechts danebengelegenen Fahrstreifen geführt. Der Fahrer des Transporters wollte nach rechts die Spur wechseln und wurde daran von einem schräg hinter ihm fahrenden BMW-Fahrer gehindert. Letztendlich fuhr der Fiat dann doch noch vor den BMW. Dann bremste er den BMW aus, bis beide Fahrzeuge standen. Der 26-jährige Beifahrer des Transporters stieg aus und wollte den BMW-Fahrer zur Rede stellen. Der 24-Jährige stieg ebenfalls aus und schlug mit einem Teleskopschlagstock auf den Beifahrer ein, der sich dann mit Faustschlägen zur Wehr setzte.

Als der Fahrer des Transporters die Prügelei hinter seinem Wagen bemerkte, stieg er auch aus und schlug ebenfalls auf den Fahrer des BMW ein. Ein Polizist, der mit seinem Auto einige Fahrzeuglängen dahinter in dem entstandenen Stau stand, wurde auf die Schlägerei aufmerksam, ging zu den Kontrahenten, gab sich als Polizeibeamter zu erkennen und wollte schlichten. Während er zur Sachverhaltsaufnahme seine Kollegen alarmierte, stieg der 24-Jährige wieder in seinen BMW ein und wollte davon fahren. Der Beamte verhinderte die Weiterfahrt, obwohl er von dem 24-Jährigen mehrfach mit der Fahrertür gestoßen und dabei verletzt wurde.

Alle Verletzten gingen danach selbst zum Arzt. Die Polizei ermittelt jetzt unter anderem wegen Nötigung im Straßenverkehr und gefährlicher Körperverletzung.

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