Berlin - Der Berliner Innensenator und CDU-Chef Frank Henkel hat im Streit um die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare mit einem Bruch der großen Koalition gedroht. Das kündigte Henkel nach Informationen der Berliner Zeitung am Dienstagnachmittag in der CDU-Fraktionssitzung für den Fall an, dass sich der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag im Bundesrat einer Initiative von nicht CDU- regierten Bundesländern anschließt, die Ehe für alle zu ermöglichen.

Damit würde der Senatschef jedoch gegen den Koalitionsvertrag – und die übliche Praxis aller Bundesländer – verstoßen, sich bei strittigen Fragen im Bundesrat zu enthalten. Die CDU will die Bundesratsinitiative nicht mittragen, weil sie zunächst ihre 12.500 Mitglieder befragen will. Müller lässt bislang offen, wie er sich bei der Abstimmung verhält. Auslöser für die Bundesratsinitiative war die erfolgreiche Volksabstimmung zur Öffnung der Ehe am 22. Mai in Irland.

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