Prenzlauer Berg - Das Aus des Kult-Lokals „Café Niesen“ am Mauerpark (Prenzlauer Berg) nach 13 Jahren: Betreiberin Christine Wick (50) hatte es Dienstag wegen einer Mieterhöhung für immer geschlossen.

Das Thema beschäftigt nun auch Schauspielerin Sophia Thomalla (29). Im Internet auf „Instagram“ meldet sich der Star zu Wort, zeigt sich öffentlich darüber sehr empört, dass ihr Ex-Freund, Rammstein-Sänger Till Lindemann (55), in die Sache hineingezogen wird.

Thomalla nimmt Sänger in Schutz

„Also, wenn mir der Arsch platzt, dann aber richtig“, so beginnt Thomalla ihre Wut-Botschaft. Darin lässt sie unmissverständlich erkennen, dass das Haus mit dem Lokal Till Lindemann gehört, sie in der Mietsache wohl auch bestens informiert zu sein scheint.

„Seit Jahren betteln wir, dass die Toiletten gemacht werden sollen. Nix. Das Café war in einem SO desolaten Zustand, dass die Mäuse sogar angekrochen kamen“, schreibt Thomalla. Laut dem Star wäre mit den Nagern „am Schluss sogar das ganze Haus befallen“ gewesen. „Till hat über Jahre hinweg immer wieder versucht, sich mit ihr (gemeint ist die Café-Betreiberin, d. Red.) zu einigen, ihr Angebote gemacht. Schließlich hat man die Reißleine gezogen, damit man sich diesem Mist nicht mehr aussetzen muss“, nimmt Thomalla den Sänger öffentlich in Schutz.

Die Berliner Zeitung hatte den Namen des weltbekannten Rockstars als Vermieter zuvor aus rechtlichen Gründen nicht genannt. Nun machte Thomalla und auch ein anderes Medium, das ebenfalls über den Fall berichtete, den Namen öffentlich.

Aussage steht gegen Aussage

Die Hausverwaltung, die zuerst keine Auskunft zur Sache abgeben wollte, erklärte laut „Bild“, dass es eine Mäuseplage gegeben hätte, dass Café sogar wegen mangelnder Hygiene vom Ordnungsamt geschlossen worden sei. Die Wirtin spricht von einer Kampagne, sagt zur Berliner Zeitung: „Am 3. und 15. September gab es eine anonyme Anzeige gegen das Café. Ich schaltete einen Kammerjäger ein, der keine Mäuseplage feststellte.“ Außerdem hätte Wick die Räume renovieren lassen wollen, „nur durfte ich dies nicht“.

Aussage steht gegen Aussage – auch bei der Mieterhöhung. Wick sprach von einer Steigerung der Kaltmiete von 12,85 auf 20 Euro/Quadratmeter. Die Hausverwaltung erklärt nun: „Die Miet-Erhöhung würde erst in zwei Jahren in Kraft treten, dann 18 und nicht 20 Euro je Quadratmeter betragen.“ Sie würde damit weit unter der ortsüblichen Miete liegen. „So wurde mir das nicht mitgeteilt“, erklärt die Café-Betreiberin. „Selbst bei 18 Euro kann ich das Café nicht offen halten.“