Die Pläne des Senats für die zukünftige Nutzung des Flughafengeländes in Tegel stoßen in Reinickendorf auf heftige Kritik. Das geplante Kurt-Schumacher-Quartier mit bis zu 5 000 Wohnungen – es wäre eines der größten Neubaugebiete der Stadt – wird von der CDU-Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung als überdimensioniert abgelehnt. Hier bestehe die Gefahr, dass eine „Betonsiedlung entsteht, in der künftige soziale Konflikte bereits programmiert sind“, sagte Baustadtrat Martin Lambert (CDU) am Mittwoch in der BVV. Die vorgesehene Geschossflächenzahl von 2,0 bis 2,5 lasse eine sehr dichte Bebauung zu und sei mehr als doppelt so hoch wie die des Märkischen Viertels. Die Erfahrungen, die man dort gemacht habe, müssten abschrecken, so Lambert. Durch die geplante Straßenführung würde die Siedlung auch von den umliegenden Gebieten abgeschnitten, denn die Meteorstraße würde vierspurig ausgebaut und die Scharnweberstraße sei ohnehin stark frequentiert. „Es droht ein Satellit ohne Anbindung“, warnte Lambert.

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