Berlin - Und wieder hat sie verloren. Monika de Montgazon, eines der bekanntesten deutschen Justizopfer der vergangenen Jahre, muss für ihre Unschuld zahlen. So hat es das Berliner Kammergericht nach langem Rechtsstreit in letzter Instanz entschieden. Von September 2003 bis März 2006 hatte die 56-jährige frühere Arzthelferin unschuldig im Gefängnis gegessen. 889 Tage. Wegen Mordes an ihrem Vater, Brandstiftung und Versicherungsbetrugs. Dass sie wieder frei kam, hat sie nur Gutachtern zu verdanken, die sie im Zuge des Prozesses selbst beauftragt hatte.

Die Kosten dafür soll sie nun zum Teil selbst zahlen. Mehr als 5000 Euro der teilweise erstatteten Auslagen muss sie an die Staatskasse zurückzahlen, weil die Gutachter angeblich zu teuer waren. Insgesamt wird sie am Ende auf fast 32.000 Euro sitzen bleiben, zuzüglich weiterer Kosten für den Rechtsstreit. Wie erst jetzt bekannt wurde, erging das Urteil schon im Februar.

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