Berlin - Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat die Eröffnung einer Flüchtlingsunterkunft der umstrittenen privaten Firma PeWoBe gestoppt, weil der Bauaufsicht kein Brandschutzkonzept für das Haus vorliegt. Trotz dieser Sicherheitsbedenken hatte das für Heime zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) zuvor die in dieser Woche geplante Belegung mit 500 Bewohnern dem Bezirksamt in einer Email am Montag angekündigt.

Am Dienstag nun ruderte Lageso-Chef Franz Allert zurück. „Selbstverständlich wird das Lageso die Unterkunft erst dann in Betrieb nehmen, wenn dies brandschutzrechtlich unbedenklich ist beziehungsweise die vom Sachverständigen oder der Bauaufsicht geforderten Auflagen erfüllt sind“, teilte er auf Anfrage mit. Die PeWoBe will in Kürze ein Brandschutzkonzept vorstellen. „Wir warten nur noch auf den Stempel des Prüfsachverständigen“, sagte Sprecher Thorsten Elsholtz. Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft unter anderem gegen Vertreter der PeWoBe und Allert wegen Betrugs. Es geht um den Vorwurf der Bevorzugung bei Vergabe und Betrieb von Heimen, was die Beschuldigten bestreiten.

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