Es sah aus, wie es meistens aussieht, wenn vor einem Haus in Berlin ein Stolperstein verlegt wird, mit dem der jüdischen Menschen gedacht wird, die bis zur Nazi-Diktatur dort gelebt und/oder gearbeitet haben. Alles Routine, schließlich sind bereits 5 500 Stolpersteine verlegt worden: Am Montagvormittag lockerte Künstler Gunter Demnig, der diese Gedenkform vor fast 20 Jahren erfunden hat, das Kopfsteinpflaster vor der Tür des Hauses Kurfürstendamm 174 in Charlottenburg auf und versenkte die goldfarbenen Steine, auf denen die Lebensdaten der zu Ehrenden eingraviert sind. Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) erinnerte daran, dass die ehemaligen Nachbarn nicht vergessen sind. 50 Viert- bis Sechstklässler der nahen Heinz-Galinski-Schule trugen Gedichte vor und sangen Lieder. Und doch war diesmal alles anders.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.