Berlin - Am Ende war es ein einziger Satz, der Rot-Grün  – bis dahin die beliebteste Koalition in Berlin – zum Scheitern brachte. Es ging um die Autobahn 100: Die SPD wollte einen Weiterbau vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park, rund 3,2 Kilometer, die Grünen forderten einen Stopp des Projekts, das der Bund mit 420 Millionen Euro finanziert. Man hatte sich geeinigt, die Bundesmittel auf andere Verkehrsinvestitionen umwidmen zu lassen, wenn irgend möglich. Aber offen blieb, was zu tun ist, wenn dies nicht klappt. Am Dienstag, den 4. Oktober, trafen sich die rot-grünen Unterhändler, um eine Einigung zu formulieren. Doch der vermeintliche Kompromiss hielt am Tag darauf, dem Beginn der offiziellen Koalitionsverhandlungen, keine Stunde lang. Die SPD brach die Gespräche ab. Der Satz, über dessen Bedeutung man sich nicht einig wurde, lautet: „Sollte sich eine Umwidmung der Bundesmittel auch nach Bewertung durch eine neue Bundesregierung nicht erreichen lassen, wird mit der Verlängerung der BAB 100 am Autobahndreieck Neukölln (qualifizierter Abschluss) begonnen.“

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