Stromausfall in Berlin-Mitte: FDP fordert verbesserten Katastrophenschutz

Berlin - Erneut hat es in Berlin einen Stromausfall gegeben. Wegen Kabelschäden waren am Dienstagabend 900 Haushalte im Bezirk Mitte von der Stromversorgung abgeschnitten. In der Nacht waren nach Angaben des Netzbetreibers zunächst noch 600 betroffen, ehe am Morgen die Lichter wieder angingen. „Seit etwa halb sechs sind alle Kunden wieder versorgt“, sagte eine Sprecherin von Stromnetz Berlin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Bereits im Februar hatte es einen riesigen Stromausfall in Berlin-Köpenick gegeben. Von dem mehr als 30-stündigen Ausfall waren über 30.000 Haushalte und rund 2000 Gewerbebetriebe betroffen. Es war einer der längsten Stromausfälle seit Jahren in der Stadt.

Einsatzpläne des Katastrophenschutz überarbeiten und veraltete Technik erneuern

Die FDP forderte einen besseren Katastrophenschutz. Die Fraktion kündigte an, einen entsprechenden Antrag am Donnerstag in der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus einzubringen. Demnach soll der Senat aufgefordert werden, unter anderem Einsatzpläne zu überarbeiten und veraltete Technik zu erneuern. Der FDP-Abgeordnete Stefan Förster sagte: „Der gut 30-stündige Stromausfall in Köpenick hat gezeigt, dass der Katastrophenschutz in Berlin dort bereits an seine Grenzen gestoßen ist.“

Der rbb berichtete indes von Mängeln im Katastrophenschutz. Nach Recherchen des ARD-Magazins Kontraste besteht etwa laut Hardy Häusler, dem Katastrophenschutzbeauftragten des DRK Berlin, bei einem flächendeckenden Blackout keine ausreichende Kommunikationsmöglichkeit, um freiwillige Helfer zu alarmieren. (dpa)