Erstmals haben renommierte Bildungsforscher einen Leistungsvergleich zwischen staatlichen und privaten Schulen in Deutschland vorgenommen und sind dabei zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: Privatschulen sind, grob gesagt, nicht besser als öffentliche Schulen. „Insgesamt sind zumeist nur geringfügige Unterschiede zwischen den im Mittel erreichten Kompetenzen festzustellen“, sagte Petra Stanat, Direktorin am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB). Die Autoren der Studie haben dafür soziale Vorteile von Privatschülern, die überdurchschnittlich häufig aus bessergestellten Elternhäusern stammen, weitgehend herausgerechnet.

In Berlin überrascht dieser Befund auf den ersten Blick besonders. Schließlich haben Privatschulen wie die Evangelische Schule Frohnau, das Graue Kloster oder auch die Phorms-Schule im Berlinweiten Vergleich stets die besten Abitur-Noten vorzuweisen. „Unsere Schulen in freier Trägerschaft sind vielfältig“, sagte Andreas Wegener vom Berliner Privatschulverband. Es gebe auch Privatschulen, die würden wie „Rettungsstationen“ wirken und schwierige Schüler auffangen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.