Berlin-Mitte - Um das Jahr 1300 errichteten die Ur-Berliner um ihr aufblühendes Gemeinwesen herum eine Mauer aus festem Stein. Es war offenkundig etwas entstanden, das zu schützen den Aufwand lohnte, Feldsteine mit Kalkmörtel bis zu einer Höhe von zwei Metern aufzumauern. Im Klosterviertel kann man noch einige Meter des Bauwerkes aus den frühen Jahren der Stadt besichtigen. Sie blieben erhalten, weil die Stadtmauer zugleich als Rückwand von Wohnhäusern diente.

Nur wenige Gehminuten die Littenstraße entlang haben Archäologen zu Füßen des großen Parkhauses an der Grunerstraße jetzt ein weiteres Stück der ersten Berliner Stadtmauer freigelegt – an der Grabungsstelle zeigt sich ein Wirrwarr aus Feldsteinen und Mauerziegeln. Die Sohle des Bauwerks fanden die Ausgräber in der Tiefe von etwa 1,50 Metern unter der heutigen Geländeoberkante. „Die Sohle müsste eigentlich tiefer liegen“, sagt Michael Malliaris, der die  gesamten Grabungen am und um den Molkenmarkt leitet.

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