Die Journalistin und Politik-Expertin Sylke Tempel ist eines der Todesopfer des Sturms Xavier. Die 54-Jährige war am Donnerstag auf einer Veranstaltung in der Villa Borsig, an der auch Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und dessen litauischer Amtskollege teilgenommen hatten.

Auf dem Rückweg fuhr die Frau gegen 17.30 Uhr in ihrem blauen Audi mit zwei weiblichen Bekannten den Schwarzen Weg in Tegel entlang. Als ein Ast die Fahrbahn blockierte, stieg Tempel aus, um ihn beiseite zu räumen.

Sylke Tempel war sofort tot

In diesem Moment krachte ein schwerer Baum um und begrub sowohl das Auto als auch die 54-Jährige unter sich. Die Frau soll sofort tot gewesen sein. Eine ihre Begleiterinnen, eine 44-Jährige, wurde schwer, eine 41-Jährige leicht verletzt.

Das Auswärtige Amt teilte mit: "Frau Dr. Tempel war eine außergewöhnliche Persönlichkeit in der außenpolitischen Debatte Deutschlands und weit darüber hinaus. Sie bereicherte die öffentliche Diskussion zur internationalen Politik in den Medien, als Gesprächspartnerin in Politik und Öffentlichkeit und als gefragte Kommentatorin zu den großen Fragen der Außenpolitik. Sie trug wesentlich zum Verständnis der deutschen Außenpolitik auch im Ausland bei."  

Außenminister Sigmar Gabriel trauert um Sylke Tempel

Auch Außenminister Sigmar Gabriel äußerte sich: „Wir trauern um eine gute Freundin und leidenschaftliche Außenpolitikerin. Ihr Tod ist ein schwerer Verlust für uns in Deutschland und weit darüber hinaus. Wer Dr. Sylke Tempels Weg, ihre Analysen und Diskussionsbeiträge, über die Jahre verfolgt hat, der konnte nicht anders, als ihren klugen und warmen Blick, ihre Fein- und Scharfsinnigkeit auf das Höchste zu schätzen.“