Berlin - In Berlin und Brandenburg muss von Donnerstag an bis Freitag mit Sturm und Sturmböen gerechnet werden. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, verbreitet sich der Sturm vom Westen aus über den Osten Deutschlands. Am Donnerstagmorgen ist mit Sturmböen zu rechnen, die eine Geschwindigkeit von bis zu 85 Stundenkilometer erreichen. Bei kräftigen Schauern können auch schwere Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometer auftreten. 

Das Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks Mitte warnte am Mittwoch davor, am Donnerstag und Freitag öffentliche Grün- und Erholungsanlagen zu betreten. Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit der vergangenen drei Jahre seien viele Bäume stark geschwächt, zudem seien sie besonders gefährdet, weil sie noch voller Blätter seien. Bäume könnten umstürzen oder starke Äste abbrechen.

„Für Menschen, die sich in Parks und Grünanlagen aufhalten, besteht Lebensgefahr“, warnte das Straßen- und Grünflächenamt von Mitte. Die Bürger sollten sich über die Informationskanäle des Deutschen Wetterdienstes informieren und die Grünanlagen erst wieder betreten, wenn Entwarnung gegeben wurde.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin-Brandenburg hat ebenfalls vor Astabbrüchen in den Anlagen gewarnt. Ausdrücklich werde auf mögliche Entwurzelungen von Bäumen aufgrund der Wetterunbilden hingewiesen, teilte die Stiftung am Mittwoch mit. Durch Trockenheit der vergangenen Jahre seien die Gehölze in den Parkanlagen in Potsdam, Berlin und Brandenburg bereits geschwächt. Es werde deshalb zu besonderer Vorsicht geraten. Eventuell sollte auf den Besuch der Parks verzichtet werden. Sperrungen der Anlagen seien je nach Wetterlage nicht auszuschließen.

Berliner Tierpark und Zoo bleiben geschlossen

Der Zoo und der Tierpark in Berlin werden am Donnerstag wegen der Sturmwarnung geschlossen bleiben. „Aus Erfahrung wissen wir, dass solche Unwetterwarnungen keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden sollten“, teilte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem am Mittwoch mit. Um Gäste und Tiere vor herabfallenden Ästen zu schützen, werde man den Betrieb am Donnerstag für den Besucherverkehr schließen und die Tiere in Häusern und Stallungen unterbringen. Das Aquarium soll regulär öffnen.

Gäste mit Tickets für den Donnerstag bittet die Zooleitung, sich für eine Umbuchung zu melden. „Wir hoffen sehr, dass wir von größeren Schäden verschont bleiben“, so Knieriem. In dem Fall sollen Zoo und Tierpark ab dem Freitag wieder regulär öffnen.