Berlin - Über 2000 von ihnen hat ein Fischereibetrieb schon gefangen. Von den roten amerikanischen Sumpfkrebsen, die eine echte Plage in der Stadt sind und nun als neue Berliner Delikatesse auf unseren Tellern landen sollen. Denn schmackhaft sind die kneifenden Biester – so wie auch Flusskrebse. Im US-Bundesstaat Louisiana gehören sie als Schmaus traditionell zu jedem Sommerfest dazu. Die Tiere werden dort mit Mais, Kartoffeln, scharfen Gewürzen und sogar mit Wurst in einem Topf geworfen und gekocht.

Das dürfte den Geschmack der Berliner treffen. Vielleicht landen die Krebse ja bald auch in die Lieblingsspeise der Hauptstädter, der Currywurst. „Uninteressant wäre es nicht“, sagt Mirko Großmann von „Curry 36“. Bei „Ziervogel’s Kult-Curry“ in Prenzlauer Berg denkt man ähnlich. „Warum sollte man es nicht ausprobieren“, sagt Chef Mario Ziervogel. Die Berliner Zeitung stellt schon mal Rezepte vor, mit denen die Ami-Krebse garantiert zu einem leckeren Berliner Gericht werden.