Survivor R: Berliner Polizei will neuen Panzerwagen anschaffen

Die Berliner Polizei wünscht sich einen neuen Panzerwagen. Er soll jetzt ausgeschrieben werden. Bereits im September wurde ein bis zu 500.000 Euro teures Fahrzeug beim Tag der offenen Tür auf dem Polizeigelände in Ruhleben auf Initiative der Deutschen Polizeigewerkschaft vorgestellt.

Das neue Fahrzeug soll den veralteten Räumpanzer TM170 ersetzen. Der war vor 32 Jahren bei der West-Berliner Polizei in den Dienst gestellt worden und ist heute noch unterwegs. Aber mehr zu Abschreckungszwecken. „Die alten Räumpanzer entsprechen nicht mehr den aktuellen Schutzanforderungen“, sagt Bodo Pfalzgraf, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft. Außerdem würden die Fahrzeuge schon lange nicht mehr gebaut, Ersatzteile seien kaum zu bekommen.

Gepanzerte Autos benötigt die Polizei zum Transport von Beamten während gewalttätiger Demonstrationen oder Amokläufen, zum Schutz gefährdeter Personen und Sachen. Die Fahrzeuge werden auch gebraucht, wenn ein Verletzter bei einem Schusswechsel gerettet werden muss. Aber auch bei Katastrophen sind die Transporter hilfreich: Sie können Hindernisse beiseite räumen, aber auch in verseuchten oder vergifteten Gebieten eingesetzt werden.

Der von Rheinmetall aus Düsseldorf und der österreichischen Firma Achleitner entwickelte Survivor R bietet eine Mischung aus Mobilität, Schutz und Nutzlast, versprechen die Hersteller. Das hat bereits einige Bundesländer überzeugt. Neben den sächsischen sollen auch die Sicherheitsbehörden in Hamburg einen Survivor erhalten. Dort findet im Juli 2017 der G20-Gipfel statt.