Schöneberg - Müsste Malakeh Jazmati ein Gericht für jemanden zubereiten, der überhaupt keine Vorstellungen von Syrien hat, sie würde Fattet Makdous kochen. Die gefüllten Auberginen mit Tomaten- und Joghurtsoße und frittiertem Brot gehören zu den absoluten Klassikern der syrischen Küche. „Essen ist Kultur“, sagt Jazmati. Weil ihr Land vom Krieg zerstört ist, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, diese Kultur zu bewahren. Mitte November hat die zierliche Köchin das „Malakeh“ in der Potsdamer Straße eröffnet, ihr eigenes Restaurant. „Alles hier ist typisch syrisch“, sagt Jazmati, es klingt sehr stolz. 

Gemütlich ist es im „Malakeh“. An der Wand hängt ein Teppich, die Kissen auf den Sitzbänken zeigen tanzende Derwische, Töpferwaren und Frauen in traditionellen Gewändern. Die steingetäfelten Wände sind einem syrischen Haus nachempfunden. „Viele Leute denken, arabisches Essen sei nur Hummus und Falafel“, sagt Jazmati. Im „Malakeh“ gibt es weit mehr Vielfalt: Neben den erwähnten Auberginen werden zum Beispiel Mosokhan – gefüllte Teigblätter mit Hühnchen, Mandi – Granatapfelreis mit Rosenwasser oder Molokhya-Blätter, gekocht mit Butter, Koriander und Reis, serviert. Es gibt Tee mit Rosenknospen und Ayran aus typischen Kupferbechern. Und natürlich steht auch Hummus auf der Karte. Dass beim Essen syrische Musik läuft, bei der Jazmati auch mal lautstark mitsingt, versteht sich von selbst.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.