Am Freitag haben Mütter rosa Rosen vor Geburtskliniken gelegt. Nicht überall, aber dort, wo sie sich im Kreißsaal manipuliert, gedemütigt, missachtet fühlten. Jedes Jahr im November wird weltweit der Roses Revolution Day ausgerufen. Der Aktionstag soll Frauen ermutigen, über ein Tabu zu sprechen: Gewalt bei der Geburtshilfe. Die Berliner Psychologin und Autorin Tanja Sahib, die in der Schwangerschaftsberatung arbeitet, erklärt in einem Gastbeitrag, warum manche Frauen die Geburt als zutiefst erschütternde Erfahrung erleben. Und was sich ändern muss, um das zu verhindern.

Eine Frau berichtet: „Als ich zur Geburt meiner Tochter ins Krankenhaus ging, war ich aufgeregt und zuversichtlich. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass von nun an eine übermüdete Hebamme schlecht gelaunt und respektlos über mich bestimmte. Für mich war das die erste Geburt, und nach dieser Erfahrung auch die einzige in meinem Leben. Für sie war ich nur eine zusätzliche Belastung an diesem Arbeitstag. Immer wieder kreisen meine Gedanken darum.“

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