In der Alternativen Liste, der Vorläuferorganisation des Berliner Landesverbands von Bündnis 90/Die Grünen, habe es massiven sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben. Das berichtet der Berliner „Tagesspiegel“ unter Berufung auf einen Bericht, den die Landesvorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener am Mittwoch vorstellen wollen. Darin sei von „bis zu 1000 Opfern“ sexueller Gewalt die Rede. Am Dienstagabend, kurz nachdem der Artikel des Tagesspiegels online gegangen war, dementierte der Berliner Landesvorstand die Zahlen.

Weder im Bericht, noch in der Kenntnis der Kommission

Auf seiner Webseite heißt es: „Diese Angabe im Tagesspiegel findet sich weder im Bericht wieder noch entspricht sie dem Kenntnisstand der Kommission. Die Zahl wurde bei einer Veranstaltung der Böll-Stiftung am 26. März zur Aufarbeitung auf Bundesebene von einem Berliner Kommissionsmitglied genannt, war aber eine spekulative Aussage über mögliche Opfer, die es damals in Berlin und im Umfeld der Grünen gab. Bereits am 27. März haben wir dies gemeinsam mit dem Kommissionsmitglied richtiggestellt.“

Der Bericht bezieht sich auf pädophile Aktivitäten von Parteimitgliedern und Funktionären der Alternativen Liste in den 80er und 90er Jahren. (BLZ)