Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hat am Dienstagabend die Chefredakteure der größten Berliner Zeitungen zu einer Diskussion ins Rote Rathaus eingeladen. Auf dem Podium saßen Carsten Erdmann (Berliner Morgenpost), Jorin Verges (B.Z.), Lorenz Maroldt (Der Tagesspiegel) und Jochen Arntz (Berliner Zeitung).

Dagmar Reim, Ex-Intendantin des RBB moderierte. Es ging um die Zukunft des Berliner Zeitungsmarktes. Wie verändert sich die Berichterstattung in Zeiten des Internets und sinkender Auflagenzahlen? Michael Müller, gelernter Drucker, outete sich als Papiermensch, der den alten Zeiten nachtrauert und auch jenen, in denen der Immobilien- und Autoteil noch richtig dick war. Er glaube an die Zukunft der Zeitung, sagte er, unter anderem deshalb, weil sein Sohn sich gerade ein Zeitungsabo gewünscht habe. Welche Zeitung der Sohn bekam, sagte er nicht.

Eine Stunde lang diskutierten die Chefredakteure sehr kollegial. Sie waren sich einig darin, dass für alle, auch die Zeitung der Konkurrenz, in Berlin Platz ist und die Zeitung heute im Allgemeinen besser ist als vor zehn Jahren. Genau wie die Stadt. Ideen, wie es weitergeht, gab es viele. Konzepte, wie man damit Geld verdienen kann, die sind gefragt. (are.)