Für Taxifahrten, die von Berlin zum neuen Flughafen BER führen, wird ein anderer Tarif gelten als in der Gegenrichtung. Für die Tour nach Schönefeld wird der Fahrpreis nach dem Berliner Tarif berechnet – für die Rückfahrt darf dann anders als heute nur noch der höhere Taxitarif des Landkreises Dahme-Spreewald (LDS) zugrunde gelegt werden. Das hat die Lübbener Kreisverwaltung durchgesetzt.

Zwar soll der LDS-Tarif bis Juni in einigen Punkten geändert und damit dem Berliner Tarif angenähert werden. Trotzdem erwarten Berliner Taxifahrer Ärger mit Fahrgästen, weil die Rückfahrt vom Flughafen teurer als die Hinfahrt sein wird. Erste Kalkulationen ergaben zum Beispiel zu Zielen in der City West eine Differenz von bis zu sechs Euro.

Es sei gelungen, einen fairen Interessensausgleich mit den Brandenburgern zu erreichen, teilte die Senatsverwaltung für Stadtenwicklung dennoch mit. „Das Laderecht für Berliner Taxen am Flughafen wird dauerhaft und gleichberechtigt gesichert“, hieß es. So entfällt das „Reißverschlussverfahren“, das derzeit in Schönefeld gilt. Künftig muss nicht mehr nach jedem B-Taxi ein LDS-Taxi vorfahren, es gebe keine Quotierung mehr. Dafür dürfen bis zu 400 LDS-Taxis auch in Berlin Fahrgäste aufnehmen. Die Fahrer müssen aber in Berlin die Ortskundeprüfung ablegen. Das Berliner Taxigewerbe befürchtet Konkurrenz und plant nun Protestkorsos.