Altbauten und Neubauten in Friedrichshain. In diesem Bezirk wurden die meisten Wohnungen privatisiert.
Foto: Jens Kalaene/dpa

BerlinDer Mietendeckel liegt noch vor Gericht. Noch ist nicht sicher, ob der Versuch des Landes Berlin, die Mieten für fünf Jahre einzufrieren, überhaupt verfassungskonform ist. Doch nicht nur die Mieten steigen, auch die Zahl der Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen nimmt zu. Die Ausweisung von Milieuschutzgebieten, die diesen Trend abschwächen sollte, enthält ein entscheidendes Schlupfloch, das bisher nicht gestopft werden konnte.

In Berlin wurden von 2015 bis 2019 insgesamt 72.629 Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt und damit dem Mietwohnungsmarkt entzogen. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Gaby Gottwald hervor. Demnach wurden die meisten Wohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg privatisiert (14.776), die wenigsten Umwandlungen wurden in Marzahn-Hellersdorf verzeichnet (699). Zum Vergleich: Im selben Zeitraum wurden nach Berechnungen der Senatsbauverwaltung 75.755 Wohnungen neu gebaut – 50.489 davon gelten als Mietwohnungen, 25.266 als Eigentumswohnungen.

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