Rund sechs Wochen nach dem gewaltsamen Tod einer 30-Jährigen in Berlin-Pankow ist ein Tatverdächtiger in Spanien verhaftet worden. Zielfahnder der dortigen Polizei fassten den 38-Jährigen am Dienstag, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch beim Kurznachrichtendienst Twitter mitteilten. Gegen den Gesuchten lag bereits ein Haftbefehl wegen Mordverdachts vor.

Die 30-Jährige ist nach einem Vergewaltigungsversuch in Berlin erstickt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tatverdächtige die Frau tötete, um die versuchte Vergewaltigung zu verdecken, wie der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Mittwoch sagte.

Bulgare wurde bereits wegen Raubes gesucht

Bei dem Tatverdächtigen soll es sich laut Polizei um einen Bulgaren handeln. Er wurde im nordspanischen Burgos von spanischen Zivilfahndern verhaftet. Auf die Spur des Mannes waren die Behörden gekommen, weil nach ihm eine Fahndung wegen eines Raubes lief. Der europaweite Abgleich von sichergestellten DNA-Spuren lieferte den Ermittlern dann den entscheidenden Hinweis zum Mord an Melanie R. in Pankow.

Die Leiche der Frau war am 27. Mai an einer S-Bahn-Trasse nahe der Dolomitenstraße entdeckt worden - unweit ihrer Wohnung. Die Polizei nimmt an, dass die Social-Media-Beraterin dort am 25. Mai nach 16 Uhr getötet wurde. Zuvor war die Frau für eine Pause zum Bahndamm gegangen. Spuren vom Tatort hätten dem Verdächtigen „eindeutig“ zugeordnet werden können, hieß es. (BLZ/dpa)