Luisa Neubauer von Fridays for Future vor dem Brandenburger Tor
Foto: dpa/Christoph Soeder

BerlinAn den Klimaprotesten am Freitag in Berlin haben sich nach Angaben der Veranstalter etwa 60.000 Menschen beteiligt. Das teilte die Bewegung Fridays for Future via Twitter mit. Sie sprach von einer „unglaublichen“ Resonanz auf die Forderung nach einem „Neustart“ in der Klimapolitik. Die Polizei bezifferte die Zahl der Teilnehmer an einer Kundgebung am Brandenburger Tor und einer Demonstration durch das Regierungsviertel auf mehrere Zehntausend. Zum Vergleich: Bei der großen Klimademo am 20. September in Berlin waren nach Angaben von Fridays For Future 270.000 Menschen dabei, die Polizei sprach seinerzeit von knapp 100.000.

+++ Luisa Neubauer: Jetzt nicht nachlassen +++

Zum Abschluss des weltweiten Aktionstages hat Luisa Neubauer, Mitbegründerin der Fridays-for-Future-Bewegung in Deutschland, die Demonstranten aufgerufen, in ihren Bemühungen jetzt nicht nachzulassen. Die Bundesregierung habe „keinen Bock“ und „keinen Plan“, mehr gegen den Klimawandel zu tun, sagte sie am Freitag auf der Kundgebung  am Brandenburger Tor in Berlin. „Darum müssen wir weitermachen, obwohl wir müde sind und alle sagen, ihr schafft es nicht“, so Neubauer. „Wir haben bewiesen, dass diese Jugend, diese Generation die politischste von allen ist“, fuhr sie fort. Diese Jugend müsse mit der gleichen Einstellung weiter für mehr Klimaschutz eintreten wie diejenigen, die einst zum Mond geflogen seien oder die Berliner Mauer zu Fall gebracht hätten: „Unmögliches ist möglich.“ Neubauer weiter: „Wir wissen, dass Klimaschutz nicht leicht ist, nicht bequem ist, aber eben notwendig. Wir wissen, dass die einzige Sache, vor der wir nicht weglaufen können, unsere Zukunft ist.“

+++ Zehntausende Menschen bei bundesweiten Klimaprotesten unterwegs +++

In Hamburg waren bei dem bundesweiten Protesttag nach Angaben der Polizei rund 30.000 Demonstranten unterwegs. In München zählten die Beamten in etwa 17.000 Teilnehmer. Die hauptsächlich von Schülern und Studenten getragene Bewegung Fridays for Future rief zu Protestaktionen in mehr als 500 Städten bundesweit auf. Bundesweit sollen nch Veranstalteranmgaben 630.000 Menschen  auf der Straße gewesen sein. Damit sollen ihre Forderungen nach einer Überarbeitung des Klimapakets der Bundesregierung und einem schnelleren Kohleausstieg unterstrichen werden. Die Proteste waren Teil eines erneuten globalen Aktionstags in mehr 150 Staaten. (AFP)

+++ Hunderte demonstrieren in Brandenburg für mehr Klimaschutz +++ 

Mehrere hundert Menschen haben in Potsdam im Rahmen der Bewegung Fridays for Future für mehr Klimaschutz demonstriert. Die Teilnehmer trafen sich dort am Freitag vor dem Landtag. Auf Plakaten stand zum Beispiel „Die Erde kocht vor Wut!!“ oder „Lasst die Kohle in der Erde“. Die Demonstranten wollten anschließend durch die Innenstadt ziehen. In Brandenburg waren in weiteren Städten Demos geplant - zum Beispiel in Cottbus, Frankfurt (Oder) und Eberswalde. (dpa)

+++ Seeed: „Checkt Euren Lifestyle“ +++

Peter Fox von der Band Seeed spielt bei der Kundgebung von Fridays For Future am Brandenburger Tor.
Foto: dpa/Kay Nietfeld

Sänger Peter Fox von der Band Seeed fordert nicht nur von der Bundesregierung mehr Einsatz für den Klimaschutz, sondern auch von jedem einzelnen Bürger. „Checkt Euren Lifestyle“, sagte er am Freitag bei einer großen Kundgebung für mehr Klimaschutz am Brandenburger Tor in Berlin. „Wir sollten bereit sein, unsere Gewohnheiten zu ändern. Neues muss nicht immer schlecht sein.“ Klar müsse die Politik entschlossener handeln. Sie müsse aber gleichzeitig allen helfen, ihre Vorsätze für mehr Umwelt- und Klimaschutz auch umzusetzen. „Lasst uns den Arsch hochkriegen, let's go“, beschloss Fox seine kurze Ansprache, ehe die Band Musik machte. (dpa)

+++ Auftaktkundgebung am Brandenburger Tor +++ 

Anlässlich weltweiter Klimaproteste haben sich Tausende Menschen zu einer Kundgebung an Brandenburger Tor in Berlin versammelt. Sie sind einem Aufruf der Bewegung Fridays For Future gefolgt, die einen „Neustart“ bei der Klimapolitik in Deutschland fordert. Die bisher ergriffenen Maßnahmen reichten nicht aus, um das globale Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Nach der Kundgebung ist ein Demonstrationszug durch das Regierungsviertel zurück zum Brandenburger Tor geplant. Angemeldet waren laut Polizei 50.000 Teilnehmer. (dpa)

Demonstranten auf der Fridays For Future-Demo in Berlin.
Foto: Paul Linke

+++ Aktivisten springen aus Protest in die Spree +++

Rund zwei Dutzend Jugendliche sind am Freitag in Berlin für das Klima baden gegangen. Die Mitglieder der Jugendorganisation des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) sprangen bei fünf Grad Außentemperatur nahe des Bundestages in die Spree. Zum Sinn der Bade-Aktion sagte Fabian Gacon von der BUND-Jugend Berlin: „Die Bundesregierung hat ein Klimapaket entwickelt, mit dem sie den Klima- und Umweltschutz baden schickt.“ Ein anderer Teilnehmer sagte nach seinem Bad in der Spree, es sei ein „tolles Gefühl“ gewesen. Aber: „Es war unglaublich kalt.“ Anlässlich eines neuerlichen globalen Klimastreiks hat die Bewegung „Fridays For Future“ für Freitag zu unterschiedlichsten Aktionen in rund 500 deutschen Städten aufgerufen. Gegen Mittag ist am Brandenburger Tor in Berlin ein Großkundgebung geplant, anschließend zieht ein Demonstrationszug durch das Regierungsviertel. (dpa)

+++ Klimaaktivisten wehren sich gegen Protest-Verbote +++ 

Die Klimaaktivisten von „Ende Gelände“ wehren sich juristisch gegen Auflagen bei den am Wochenende geplanten Protesten im Lausitzer und Leipziger Braunkohlerevier. Die entsprechenden Unterlagen sollen am Freitag bei den zuständigen Verwaltungsgerichten eingereicht werden, teilte der Berliner Rechtsanwalt Michael Plöse auf Anfrage mit. Proteste müssten am Ort der Klimazerstörung stattfinden dürfen, argumentiert das Bündnis. (dpa)

+++ Klimaprotest startet in Australien +++

Schüler tragen Gasmasken während einer Demonstration in Sydney im Rahmen der Klimabewegung Fridays for Future. 
Foto: dpa/Steven Saphore

Aus Protest gegen die drohende Klimakatastrophe sind am Freitag in Australien landesweit Tausende Jugendliche auf die Straße gegangen. Allein in Sydney versammelten sich gut 500 Schüler vor der Parteizentrale der regierenden Liberalen und verlangten entschiedenere Maßnahmen zur Eindämmung der Erderwärmung. In Melbourne kamen 700 Teilnehmer zum 4. globalen Klimastreik. (dpa)

+++Störungsfreier Start in den Berufsverkehr in Berlin +++

Der Berufsverkehr in Berlin ist am Freitagmorgen fast störungsfrei angelaufen. Lediglich auf den Autobahnen 111 ab Tunnel Flughafen Tegel und A 114 ab Schönerlinder Straße gab es Verzögerungen, wie das Verkehrsstudio Berlin twitterte. Hier mussten Autofahrer mit jeweils mehr als 15 Minuten Zeitverlust rechnen. Auch auf der Bundesstraße 158 in Richtung Ahrensfelde gab es zeitweise dichten Verkehr. „Ansonsten läuft es ganz gut, auch auf den Hauptnetzstraßen Berlins“, twitterte die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) am Morgen. Erhebliche Störungen und Einschränkungen seien erst ab Freitagmittag zu erwarten. Grund dafür ist eine „Fridays for Future“ Großdemonstration mit bis zu 50 000 Teilnehmern. Die Auftaktkundgebung soll am Brandenburger Tor stattfinden. Besonders im Bereich Mitte sowie Tiergarten könnte es daher zu erheblichen Verkehrsstörungen kommen, hieß es vom VIZ weiter. Zu erwarten sei auch, dass die Straße des 17. Juni in beiden Richtungen gesperrt sein werde. (dpa)

+++ Demoroute in Berlin +++ 

+++ Verkehrsbeeinträchtigungen +++

Für Autofahrer kann der Protestzug in der Berliner Innenstadt zur Geduldsprobe werden. Die Verkehrsinformationszentrale VIZ kündigte auf Twitter „erhebliche Verkehrsstörungen“ in Mitte und Tiergarten an. Die Polizei teilte mit, dass mit kurzfristigen Straßensperrungen zu rechnen sei. (dpa)

+++ Klimastreik in Brandenburg +++

In rund 20 brandenburgischen Städten wollen Menschen am Freitag auf die Straße gehen und für besseren Klimaschutz protestieren. Aktionen der Fridays-for-Future-Bewegung sind unter anderem in Potsdam vor dem Landtag sowie an den Bahnhöfen in Frankfurt (Oder) und Oranienburg geplant. Unter dem Motto „Jetzt erst recht“ und dem Hashtag #NeustartKlima wollen Jung und Alt gemeinsam vor allem gegen die aus Sicht der Bewegung vollkommen unzureichenden Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Klimakrise protestieren. Es ist der vierte globale Klimastreik. Die Bewegung hatte angekündigt, sich auch an den geplanten Blockaden in der Lausitz zu beteiligen. (dpa)