Kurz vor 10 Uhr ist von einer Mahnwache noch nichts zu sehen. Vor dem Gebäude der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Köllnischen Park in Mitte parkt ein Polizeiwagen. Immerhin die Beamten wissen, dass hier nun eine Kundgebung stattfinden soll. Dann kommen drei Männer und stellen ein Tischchen auf. Sie seien Taxifahrer, sagen sie. Dann hängen sie ein Transparent auf, auf dem ein Mindestlohn von 8,50 Euro gefordert wird. Einen gesetzlichen Mindestlohn haben Berliner Taxifahrer kürzlich auch schon am Brandenburger Tor gefordert.

Vielleicht ist es so, wie die Fahrer sagen. Dass Taxifahrer einfach zu wenig Geld verdienen und es sich nicht leisten können, während der Arbeitszeit auch noch zu demonstrieren. Sind sie doch am Umsatz beteiligt. Fahren sie nicht, verdienen sie nichts. Oder es ist der mangelnde Organisationsgrad in dieser doch sehr aufs Einzelkämpferische verlegten Branche daran schuld, dass zu dieser Kundgebung nur etwas mehr als eine Handvoll Taxifahrer und ebenso viele Gewerkschafter von Verdi gekommen sind. Obwohl um die 10.000 Männer und Frauen jeden Tag Fahrgäste durch die Stadt kutschieren. Es könnte aber auch daran liegen, dass die Fahrer ganz andere Interessen als die Besitzer der Wagen haben.

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