Wer gegen Gesetze verstößt, muss normalerweise damit rechnen, dass der Staat reagiert. Im Fall des US-Unternehmens Uber, das der Taxibranche mit einer App und privaten Fahrern Konkurrenz machen will, scheint das allerdings anders zu sein. Obwohl die Firma eingestanden hat, dass ihr Geschäftsmodell mit den derzeitigen Gesetzen nichts zu tun hat, macht sie in Berlin weiter – ohne gestoppt zu werden. „Das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten muss endlich reagieren und massiv gegen Uber vorgehen“, forderte Uwe Gawehn von der Innung des Berliner Taxigewerbes. „Taxiunternehmer bekommen es bei jedem kleinen Verstoß mit der Behörde zu tun – doch die Uber-Leute können offenbar machen, was sie wollen.“

Privatleute fahren Privatleute: Das ist das Konzept namens Uber Pop, mit dem das Unternehmen seit vergangener Woche auch in Berlin präsent ist. Uber bringt Fahrgäste und Fahrer mit Hilfe einer App fürs Mobiltelefon zusammen, legt die Tarife fest (die in Stoßzeiten steigen können) und kassiert 20 Prozent der Fahrpreise. In anderen Städten hat das Behörden auf den Plan gerufen.

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