Jaja, diese Studien. Kürzlich erst erfuhren wir, dass von allen öffentlichen Verkehrsmitteln der Hauptstadt die Taxis am meisten mit Krankheitserregern belastet sind. Darmbakterien auf der Rückbank? Igitt! Und nun diese Nachricht zur Wiederherstellung des guten Rufes: Der ADAC will herausgefunden haben, dass Taxifahren in Berlin bundesweit am schönsten ist.

In acht deutschen Großstädten hat der Verkehrsclub das Transportmittel im Hinblick auf Routentreue, Fahrerbenehmen und Fahrzeugzustand getestet – und gab Berlin in vier von fünf Kategorien die Note „sehr gut“. Bis auf eine Ausnahme seien hier alle Taxifahrer „freundlich, gepflegt und ordentlich gekleidet“ gewesen, auch die Verständigung sei „problemlos möglich“.

Freundlich? Jene Taxifahrer, die „einem aus ihrer Sicht zu kurze Strecken rundweg abschlagen ('Beförderungspflicht? Wat'n dat?') und einem dann noch das als Entschädigung gedachte Trinkgeld ins Gesicht werfen“, wie ein Kollege von der "Zeit" schrieb?

Ok – der "Taxitest 2017" basiert auf 20 Testfahrten auf fünf Strecken durch Berlin, was angesichts von 7500 Taxis in dieser Stadt nicht wirklich repräsentativ wirkt. Dabei gibt es sie wirklich, die netten, hilfsbereiten Taxifahrer. Genau wie die unverschämten und die, die nichts verstehen, geschweige denn den Stadtplan kennen. Im Anekdoten-Erfahrungsschatz der Redaktion finden sie sich alle.

Hier ist unsere Berliner Taxifahrer-Typologie: