Die Consumer Electronics Show in Las Vegas, die CES, ist im Technikbereich seit Jahren die Trendmesse schlechthin und zugleich der Ort wegweisender Produktpremieren. Immerhin wurde der erste Videorekorder ebenso auf einer CES vorgestellt wie die erste CD.

Während der jüngsten Ausgabe, die am vergangenen Freitagabend zu Ende ging, buhlten 4000 Aussteller um Kunden und Investoren. Auch Berliner Start-ups waren dabei. Erstmals präsentierten sie sich mit einem Gemeinschaftsstand auf der weltgrößten Elektronik-Messe. Intelligente Mobilität stand dabei im Mittelpunkt.

Das Charlottenburger Start-up Autoaid etwa zeigte während der CES eine in die Glühlampe für Autoscheinwerfer integrierte Kamera. Diese „sehende“ Lampe könne in nahezu jedes Auto eingebaut werden und ermögliche das Sammeln und Analysieren riesiger Mengen an Videodaten vom realen Verkehrsgeschehen, die wiederum für die Weiterentwicklung des autonomen Fahrens essenziell seien, heißt es bei Autoaid.

Berlin als wichtigster Innovationsstandort

German Autolabs aus Kreuzberg präsentierte „Chris“. Das an der Windschutzscheibe klebende Gerät kann Nachrichten empfangen und verschicken, Anrufe erledigen, den Weg weisen und sich um die Musik kümmern. Chris ist die Schnittstelle zum eigenen Smartphone. Künstliche Intelligenz sowie Stimm- und Gestenerkennung, sollen jedoch sicher stellen, dass der Autofahrer dabei nicht abgelenkt wird. Das Schöneberger Start-up Hubject arbeitet seit 2012 am Aufbau eines digitalen und flächendeckenden Ladenetzwerk für Elektroautos.

Für die Aussteller war der Auftritt in Las Vegas nach eigenen Angaben ein Erfolg: „Als Berliner Technologie-Start-up mit internationaler Ausrichtung hat die Teilnahme am Berlin-Stand für uns sehr gut funktioniert“, sagt Holger G. Weiss, Chef und Gründer von German Autolabs. Der Stand sei ein guter Anlaufpunkt für Investoren, Partner und Kunden gewesen.

Beim hauptstädtischen Wirtschafts- und Technologieförderer Berlin Partner, der den Gemeinschaftsstand auf der CES initiiert hatte, wertet man den Auftritt nicht anders: „Wir haben die Hauptstadt als das präsentieren können, was sie ist: der wichtigste Innovationsstandort in Deutschland.“ (BLZ)