Teenager in Lebensgefahr: Selfies im Gleisbett, S-Bahn muss notbremsen

Berlin - Zwei junge Mädchen brachten sich am Donnerstagnachmittag leichtsinnig in Lebensgefahr. Gegen 16:20 Uhr wollten die beiden Teenager zwischen den Bahnhöfen Tegel und Schulzendorf im Gleisbett extravagante Selfies machen. Als plötzlich die S25 heranfuhr, muss der Zugführer seinen Augen nicht getraut haben. Trotz Hupen des Fahrers verließen die Mädchen die Schienen nicht. Geistesgegenwärtig leitete er eine Notbremsung ein, um den Zug rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Nur so blieben die beiden Teenager unverletzt.

Der Fahrer alarmierte die Bundespolizei, die die Mädchen erstmal in Gewahrsam nahm und sie über ihr leichtsinniges und lebensgefährliches Verhalten belehrte. Sie gaben an, dass sie sich bei der Aktion keinerlei Gedanken gemacht hatten. Die Polizisten beließen es bei einer mündlichen Ermahnung und informierten die Eltern. Auch in der Bahn selbst wurde niemand verletzt. Durch den Vorfall kam es zu geringfügigen Verspätungen im S-Bahn-Verkehr.

Wie die Mädchen auf die Gleise gelangen konnten, ist noch unklar. Im Westdeutschland gibt es den Trend zu Selfies in Gleisbetten oder auf den Zügen schon länger. Bahn und Polizei warnen ausdrücklich vor diesen leichtsinnigen Aktionen und ähnlichen Mutproben. Nicht nur die Geschwindigkeit der heranfahrenden Züge wird immer wieder unterschützt, auch durch die gefährlichen Starkstromanlagen der Bahnen besteht jederzeit Lebensgefahr. (BLZ mit dpa)