Berlin - Die Fraktionschefin der Berliner Grünen, Antje Kapek, forderte den Senat am Donnerstag auf, mit allen Beteiligten über einen alternativen Gesetzentwurf für die Nutzung der riesigen Freifläche zu verhandeln. Sie bezeichnete diesen Vorschlag als „dritten Weg“. Bisher haben die Grünen die Bürgerinitiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“ ausdrücklich unterstützt.

„Beharren beide Seiten auf ihrer Position, kommt es am Ende zum Crash“, sagte Kapek nun im Abgeordnetenhaus. Die Grünen lehnten die bisherigen Senatspläne für eine Randbebauung ab. Das Ziel des Volksbegehrens, das Feld völlig unbebaut zu lassen, teilten sie aber ebenfalls nicht. Indirekt äußerte Kapek gar die Vermutung, dass dieses Anliegen keine Mehrheit bekommen würde: „100 Prozent wollen auch die Bürger nicht.“

Rot-Schwarz lehnte eine Kompromisssuche jedoch klar ab. Sollten genug gültige Unterschriften für einen Volksentscheid eingereicht worden sein, werde die Koalition sich der Auseinandersetzung in der Stadt stellen, sagten Vertreter von SPD und CDU im Parlament.