In der Leipziger Straße ist die Belastung der Luft mit Schadstoffen im Juli erneut gesunken. Damit hat sich der positive Trend, der dort seit der Einführung von Tempo 30 im April dieses Jahres zu beobachten ist, fortgesetzt. Das geht aus Daten der mobilen Messstation 088 hervor, die der Senat vor der Bulgarischen Botschaft am Rande der stark befahrenen Ost-West-Straße in Mitte postiert hat.

Warnung vor voreiligen Schlüssen

Wurden im März vor der Einführung des Tempolimits 56 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft gemessen, so waren es im Juli 37. Die Belastung mit Stickoxiden sank von 129 auf 58 Mikrogramm, beim Stickstoffmonoxid ging der Wert von 32 auf 14 Mikrogramm zurück. Eine Abnahme gab es auch beim Feinstaub, dagegen hat sich der Ozonwert verdoppelt.

Der Senat begrüßt, dass die Luft in der Leipziger Straße sauberer geworden ist. Er warnte aber vor voreiligen Schlüssen. Der Grenzwert für Stickstoffdioxid beziehe sich auf das Kalenderjahr, nicht auf einzelne Monate, sagte Matthias Tang, Sprecher von Senatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne). „Eine seriöse Bewertung ist nur für die aus den Messungen berechneten Jahresmittelwerte möglich.“ Erst dann lasse sich sagen, ob Tempo 30 die Luftqualität nachhaltig verbessert hat. Der aktuelle Rückgang habe vermutlich mit der Ferienzeit und meteorologischen Bedingungen zu tun.