An dieser Stelle ging es vor längerer Zeit mal um Carsharing und die Hinterlassenschaften der Vornutzer. Darum, dass eine Sache, die von vielen geteilt wird, auch so weitergegeben werden sollte, wie man selbst sie vorfinden möchte. Utopisches Geschwurbel also. Was eigentlich Konsens sein müsste, gilt ganz besonders während einer Pandemie. In so einer Zeit seinen Getränkebecher samt angelutschtem Strohhalm in der Mittelkonsole des Mietwagens stehen zu lassen, ist schon eine fortgeschrittene Form der Gleichgültigkeit. Beim Bedienen des Schaltknaufs ist es fast unmöglich, den potenziell mit einem Virus belasteten Strohhalm nicht mit der eigenen Hand zu berühren, schwebt der doch genau über der Parkposition „P“. Können solche Leute bitte lebenslang fürs Carsharing gesperrt werden?

Das Auto ist übrigens für den Transport eines Einkaufs im Baumarkt nötig. Die Informationen im Vorfeld waren einigermaßen unübersichtlich: Zutritt erhält dort nur, wer einen Termin vereinbart hat UND einen negativen Corona-Test vorlegen kann. Von beidem ausgenommen ist, wer gewerbetreibend oder Handwerker ist. Ob sich das Virus danach richtet, wer ein Gewerbe betreibt und wer nicht? Egal, die Wahl für den eigenen Einkauf fällt auf das sogenannte Click & Meet, also die Onlinebestellung mit anschließender Abholung: Man nimmt den Einkauf draußen in Empfang, ohne den Laden zu betreten.

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