U-Bahn, Baustellen, Diesel-Streit: Was kommt im neuen Jahr auf uns zu? Der große Verkehrsausblick:

8. Januar 2018: U5 wird gesperrt

Eine der wichtigsten U-Bahn-Linien in Berlin wird verkürzt, auf anderen Abschnitten wird die Fahrt beschwerlicher. Betroffen ist vom 8. Januar bis 8. April 2018 die U 5, wo Stellwerks- und Bauarbeiten anstehen.  Auf der Ost-West-Trasse  sind normalerweise täglich 80.000 Menschen unterwegs.

Zwischen Frankfurter Allee und Frankfurter Tor sowie zwischen Frankfurter Tor und Strausberger Platz gibt es Pendelverkehr, teilen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit. Zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz fahren während der Bauzeit gar keine U-Bahnen.

Die BVG richtet einen  Schienenersatzverkehr ein – wie schon bei früheren Betriebsunterbrechungen auf der U5 in Form einer Ringlinie. In Richtung Alexanderplatz fahren die Busse über die Karl-Marx-Allee. Viele U5-Fahrgäste aus Richtung Hönow werden aber sicher schon in Wuhletal aussteigen –  und in die S5 umsteigen, die dadurch dann noch voller wird.

Noch länger wird die Sperrung sein, die für die U-Bahn-Linie U55 (Brandenburger Tor–Hauptbahnhof) vorgesehen ist. Auf der mit knapp zwei Kilometern kürzesten U-Bahn-Linie Berlins werden von  Juni bis Dezember 2018 keine Züge fahren. Dort wird neue Stellwerkstechnik installiert.

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22. Februar: Müssen Dieselfahrzeuge künftig draußen bleiben?

Das neue Jahr wird spannend für alle, die ein Dieselauto besitzen. Denn dann wird sich entscheiden, ob Dieselfahrzeuge mit schlechten Abgaswerten auch in Berlin künftig einen Bogen um die Innenstadt machen müssen.

Am 22. Februar 2018 befasst sich das Bundesverwaltungsgericht mit einem Urteil, das für Düsseldorf ein Dieselfahrverbot für zulässig gehalten hat. Danach, möglicherweise im Frühjahr 2018, will  sich das Verwaltungsgericht Berlin mit dem Thema beschäftigen. Dann geht es um eine Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen das Land Berlin. Der Senat unternehme zu wenig, um die Belastung der Luft mit gesundheitsschädlichen Stickoxiden zu senken, so der Verband. Er fordert, für „schmutzige Diesel“ in der Berliner Innenstadt ein Fahrverbot zu verhängen.

Allein in Berlin sind derzeit rund 310.000 Dieselfahrzeuge zugelassen, die Auswirkungen nicht nur für den privaten, sondern auch für den Wirtschaftsverkehr wären enorm. Darum hofft der Senat, dass das Gericht seine Strategie anerkennt, die ohne Fahrverbote auskommt. So soll  ab Frühjahr 2018 erprobt werden, ob Tempo 30 die Stickoxidbelastung senkt.

Testgebiete werden zunächst fünf Straßen sein: Leipziger Straße (zwischen Markgrafenstraße und Leipziger Platz), Potsdamer Straße, Hauptstraße (Abschnitt Kleistpark-Innsbrucker Platz), Kantstraße (Savignyplatz-Amtsgerichtsplatz) und Tempelhofer Damm (Alt-Tempelhof-Ordensmeisterstraße). Fachleute sind allerdings skeptisch, ob Tempo 30 die Luftbelastung nachhaltig und spürbar verringert. Auch der ADAC bezweifelt das. Moniert wird auch, dass die Temposenkung ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ebenfalls ausbremst: die Linienbusse der BVG.

Die BVG sieht das allerdings entspannt. „Ganz im Ernst: Wir wären froh, wenn unsere Busse auf der Potsdamer oder der Kantstraße Tempo 30 erreichen würden“, sagt BVG-Chefin Sigrid Nikutta. „Wir führen mit der Verkehrssenatorin intensive Diskussion. Wenn es tatsächlich gelänge, den Verkehr auf dieses Straßen zu verstetigen, würde das der BVG und den Fahrgästen viel bringen.“

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Frühjahr 2018: Fußgängerzone Unter den Linden?

Was wird aus dem Boulevard in Mitte? Etwas anderes als heute – so sieht es die rot-rot-grüne Koalitionsvereinbarung vor. Darin heißt es unmissverständlich:  „Das Umfeld des Humboldt Forums wird verkehrsberuhigt und der Strasenraum bis zum Brandenburger Tor fußgängerfreundlich umgestaltet. Dabei wird der motorisierte Individualverkehr unterbunden zugunsten des Umweltverbundes.“

Die Fußgängerlobby, vertreten vom Fachverband Fußverkehr, hält allerdings nicht viel von einer klassischen Fußgängerzone wie die Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg. Sie findet eine Verkehrsberuhigung ausreichend – mit mehr Querungen für Fußgänger, Tempolimits und aufgepflasterten Abschnitten, die Fahrzeuge ausbremsen. Währenddessen fordert die Grünen-Basis, Autos nicht nur von Unter den Linden, sondern auch von Abschnitten der Friedrichstraße zu verbannen.

Wie dem auch sei: Die Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grübe) hat bekräftigt, dass der Senat im Frühjahr 2018 eine Machbarkeitsstudie  in Auftrag geben will. Eine Umgestaltung der Straße wäre aber erst möglich, wenn die U5 verlängert und die Baustellen abgeräumt sind. Nach jetzigem Stand soll der U-Bahn-Lückenschluss in Mitte Ende 2020 erfolgen.

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Erstes Halbjahr 2018: Der Pankow-Zubringer wird Großbaustelle

Viele Autofahrer kennen sie als Holperstrecke mit Tempolimit. Inzwischen steht fest: Die A 114, die im Norden Pankows zum Berliner Ring führt, wird saniert und ausgebaut. Nach den Planungen des Senats werden auch acht Brücken erneuert. Dauer der Bauarbeiten: rund vier Jahre. Gesamtkosten: 45 Millionen Euro. 2021 soll der neue Pankow-Zubringer fertig sein.

Im Herbst 2017 ging es los, mit Brückenbauarbeiten. 2018 werden nun weitere Arbeiten beginnen, die sich erheblich auf den Verkehr kommendes Jahr auswirken. Im ersten Halbjahr 2018 werden zwei Brücken, die über die A 114 hinweg führen, abgerissen und neu gebaut. 

Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2018 beginnt die halbseitige Erneuerung der Fahrbahn und weiterer Brücken. Begonnen wird mit der Erneuerung der östlichen Fahrbahn Richtung Berliner Ring, teilte die Senatsverkehrsverwaltung mit. Autofahrer sollten sich auf Staus einstellen. Umfahrungen sind allerdings bestenfalls weiträumig möglich. Die Straßen im Berliner Nordosten sind bereits am Limit.

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Mai 2018: Neuer Regionalbahnhof im Osten wird fertig

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 gibt es im Osten Berlin einen neuen Regionalzugstopp. Seitdem halten die Züge der Linie RB26, die Berlin-Lichtenberg mit Strausberg, Müncheberg und Kostrzyn (Küstrin) verbinden, in jede Richtung stündlich in Mahlsdorf.

Doch weil sich der Bau verzögerte, konnte der Haltepunkt 2017 zum Teil nur als Provisorium eröffnet werden. Die Treppe, die aus Holz und einem Stahlgerüst besteht, ist nur eine Übergangslösung. Im Frühjahr 2018 soll das Provisorium, das mit 33 Stufen zum 140 Meter langen Bahnsteig führt, durch die endgültige Lösung ersetzt werden.  Geplant ist bis dahin auch, ein Bahnsteigdach und einen Aufzug zu bauen.

Eine weitere Neuerung wird es dann zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 geben. Dann wird die Oderlandbahn, wie die RB26 genannt wird, über Lichtenberg hinaus zum Ostkreuz verlängert. Damit bekommen die Menschen im Einzugsbereich des Regionalbahnhofs Mahlsdorf eine schnelle  Direktverbindung zum wichtigsten Knotenpunkt im Osten Berlins.

Allerdings sind die Züge der Niederbarnimer Eisenbahn, die auf dieser Strecke verkehren, morgens schon ziemlich voll, wenn sie das Stadtgebiet erreichen. Doch die Fahrgäste der S5, die bis vor kurzem die einzige direkte Bahnverbindung zwischen Mahlsdorf und der Innenstadt bildet, sind Gedränge ja schon gewohnt…

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10. Juni 2018: Ostkreuz auf dem Weg zum Fernbahnhof

Immer wieder gab es Pläne, das Ostkreuz auch zu einem Fernbahnhof zu machen. Das ist mehr als nachvollziehbar. Denn der Knotenpunkt, an dem die Ringbahn wichtige Ost-West-Strecken überspannt,  bietet  gute Umsteigemöglichkeiten – mehr als der benachbarte Ostbahnhof.  Umgesetzt worden  die Ideen bisher nicht. Doch nach und nach gewinnt das Ostkreuz, das für mehrere hundert Millionen Euro saniert und umgebaut worden ist, auch im Fernverkehr an Bedeutung.

Der  private Fernzug zwischen Berlin-Lichtenberg und Stuttgart, den Leo Express in Zusammenarbeit mit Flixbus unter dem Markennamen Locomore betreibt, hält dort bereits täglich. Zum kleinen Fahrplanwechsel am 10. Juni 2018 kommt ein weiterer Zug des Fernverkehrs dazu, dann ein  Intercity der Deutschen Bahn. Auf seiner Fahrt nach Hannover, Bremen und weiter an die Nordsee wird der IC 2432 (Cottbus-Norddeich)  täglich morgens ebenfalls im unteren Teil des Ostkreuzes stoppen.

In der Gegenrichtung ist das fahrplantechnisch noch nicht möglich. Mal sehen, welche weiteren Fernzüge künftig hinzu kommen. Als Fernzughalt ist das Ostkreuz mit seinen guten Anschlüssen an die S-Bahn (und voraussichtlich ab Ende 2020 auch an die Straßenbahn mit der Linie 21 und der neuen Linie 22) fast besser geeignet als der Ostbahnhof. 

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Sommer 2018: Ferienzeit – Baustellenzeit

Wie in jedem Jahr müssen sich die Autofahrer im  Sommer auf Großbaustellen einrichten. Auch während der diesjährigen Berliner Sommerferien, die vom 5. Juli bis zum 17. August dauern, ist mit Staus und längeren Fahrzeiten zu rechnen.

Ein Schwerpunkt wird wie schon 2017 die Rudolf-Wissell-Brücke sein, mit fast 930 Metern Berlins längste Straßenbrücke. Das Spannbetonbauwerk in Charlottenburg, das 1961 für den Verkehr freigegeben worden ist, gilt schon seit Jahren als Problemfall. Absehbar ist, dass die Brücke, das die täglich von rund 180 000 Fahrzeugen befahrene Autobahn A 100 über die Spree hinweg führt, neu gebaut werden muss – ein folgenreiches Mega-Vorhaben,  das die Projektsteuerungsgesellschaft Deges allerdings wohl frühestens 2022 in Angriff nehmen kann.

Damit die nach einem SPD-Politiker benannte Brücke bis zum Neubau befahrbar bleibt, wird die Fahrbahn erneuert – für sieben Millionen Euro. Los ging es 2017, als im Sommer die Ostseite (Richtung Jakob-Kaiser-Platz) saniert wurde. Während der Sommerferien 2018 ist nun die Westseite (Richtung Funkturm) an der Reihe. Dort müssen die Autofahrer ebenfalls mit Einschränkungen rechnen.  Am besten, sie weichen auf andere Straßen aus.

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Sommer 2018: Kampf dem Betonkrebs im Südosten Berlins

Auch auf der Autobahn A 113, die Berlin mit Schönefeld und dem Berliner Ring verbindet, stehen im Sommer wieder Baustellen an, die zu längeren Staus führen werden.

Den Abschnitt zwischen Neukölln und Adlershof gibt es erst seit 2005, die Weiterführung nach Schönefeld seit 2008. Doch schon 2009, als Senatsleute das erste Teilstück der Autobahn im Südosten Berlins kurz vor Ende der Gewährleistungsfrist unter die Lupe nahmen, wurden dort Schäden in der Fahrbahn entdeckt. Die Diagnose stand bald fest: AKR. Es sind drei Buchstaben, die selbst hartgesottene, erfahrene Ingenieure frösteln lassen: AKR ist die Abkürzung für Alkali-Kieselsäure-Reaktion, auch Betonkrebs genannt. Dabei handelt es sich um einen Zersetzungsprozess, der Beton von innen heraus zerstört.

Auf der Autobahn, die für Autos und Taxis die wichtigste Route von Berlin zum neuen Flughafen BER sein wird, hat diese chemische Reaktion vor Jahren eingesetzt – mit gravierenden Folgen. Risse und Schlaglöcher entstanden, die Fahrzeugen zusetzen und Motorradfahrern gefährlich werden können.

Im Sommer 2017  wurden für fünf Millionen Euro 60.000 Quadratmeter Fahrbahn neu gebaut. Im Sommer 2018 werden die Arbeiten fortgesetzt, so die Senatsverkehrsverwaltung. Dann müssen Autofahrer erneut mit Staus rechnen. Dabei ist es morgens stadteinwärts auf der A113 ohnehin schon ziemlich voll.

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31. August 2018: Immer fertiger – der BER

Der künftige Hauptstadt-Flughafen, der ursprünglich 2011 eröffnet werden sollte, wird 2018 erneut für Schlagzeilen sorgen – vielleicht ausnahmsweise für positive. Der aktuelle Zeitplan von Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup sieht vor, dass im  neuen Jahr eine wesentliche Etappe des Milliardenprojekts abgeschlossen wird. Für 2018 werde die bauliche Fertigstellung des Terminals angestrebt, heißt es. Eine Schlüsselrolle fällt dem finnischen Technikkonzern Caverion zu, der bei der Haustechnik der wichtigste Partner der Flughafengesellschaft ist.

Eine Ende 2017 besiegelte Vereinbarung sieht vor, dass die Sprinkleranlage und die mechanischen Teile der Brandschutzanlage, für die Caverion zuständig ist,  bis zum 31. August fertig werden muss. Ansonsten werden Strafzahlungen fällig, die sich am fünf Prozent des Auftragswerts von mehr als 300 Millionen Euro summieren.

Auch andere Partner sollen per Vertrag stärker in die Pflicht genommen werden. Ziel ist es nun, dass der BER im Oktober 2020 ans Netz geht. In zwei Etappen mit zwei Wochen Abstand sollen die Airlines und die anderen Unternehmen in Tegel von dort zum BER umziehen.

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9. Dezember 2018: Mehr Verkehr und neue Anlagen am Ostkreuz

Das Ostkreuz gewinnt weiter an Bedeutung. Zum Fahrplanwechsel im Dezember werden weitere Anlagen fertig, die dem Knotenpunkt im Osten Friedrichshains weiteren Verkehr bescheren werden. Vorgesehen ist,  dass im unteren Teil des Turmbahnhofs (das ist der Fachbegriff für eine  solche mehrstöckige Bahnstation) weitere Regionalzüge halten. Möglich wird das dadurch, dass die Ostbahn wird über den Bahnhof Lichtenberg hinaus zum Ostkreuz verlängert wird.

Im unteren Bereich entstehen zwei  Bahnsteige für den Regionalzugverkehr – einer zum Aussteigen, der andere zum Einsteigen. Dort werden vom 9. Dezember die Dieseltriebwagen der Linien RB 25 (Berlin–Werneuchen) und RB 26 (Berlin–Kostrzyn/ Küstrin) beginnen und enden. Die RB 26, Oderlandbahn genannt, kehrt heute noch in Lichtenberg um. Mit der Verlängerung auch dieser Linie zum Ostkreuz wird eine weitere wichtige Regionalzugstrecke an den Knotenpunkt, der gute Umsteigemöglichkeiten bietet, herangeführt.

Während der Regionalverkehr am Ostkreuz ausgebaut wird, besiegelt  die Bahn das Schicksal des Regionalbahnhofs Karlshorst, den sie trotz Protesten von Bürgern und Kritik des Senats zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 stillgelegt hat. 2018 werden die Anlagen abgerissen. Damit wird  eine traditionsreiche Station, an der nach dem Mauerbau 1961 die „Sputnik“-Züge nach Potsdam hielten, von der Karte getilgt. Auch am S-Bahnsteig wird gebaut – er wird denkmalgerecht saniert, was erneut zu einer Unterbrechung der S3 führen wird. Vom 6. Juli bis 6. August 2018 gibt es dort (mal wieder) Schienenersatzverkehr, diesmal zwischen Rummelsburg und Wuhlheide.

Ein weiterer Teil des Ostkreuzes soll ebenfalls fertig werden. Am 9. Dezember 2018 will die Bahn den zweiten Teil der Fußgängerbrücke, die nach historischem Vorbild im Stil der Neuen Sachlichkeit neu entsteht, freigeben. Dann  wird das Bauwerk, das derzeit noch ungefähr auf halbem Weg endet, alle Ost-West-Gleise überspannen.

Auch im S-Bahn-Verkehr wird die  Kapazität erweitert. Zwischen Ostkreuz und Warschauer Straße soll zum 9. Dezember 2018 das vierte S-Bahn-Gleis in den Betrieb gehen.  Zuvor müssen S-Bahn-Fahrgäste im Oktober und November erneut Sperrungen und Schienenersatzverkehr  ertragen. So werden zwischen Ostkreuz und Karlshorst vom 26. Oktober bis 5. November 2018 keine S-Bahnen fahren. Zwischen Alexanderplatz und Lichtenberg müssen S-Bahn-Fahrgäste vom 2. bis 5. November 2018  auf andere Verkehrsmittel ausweichen.

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9. Dezember 2018: Der Partybahnhof wird größer

Nach dem Fahrplanwechsel wird es zwischen Ostkreuz und Warschauer Straße wieder vier S-Bahn-Gleise geben. Das wirkt sich auch auf den S-Bahnhof Warschauer Straße positiv aus. Am 9. Dezember 2018 soll dort der neue  157 Meter lange Bahnsteig B in Betrieb genommen werden. Dann hat der S-Bahnhof an der Friedrichshainer Partymeile, der zudem ein wichtiger Umsteigepunkt zur U-Bahn-Linie U1 ist, wieder mehrere Bahnsteige – einen für den S-Bahn-Verkehr nach Osten, der andere für den S-Bahn-Verkehr nach Westen.

2018 gehen zudem die Arbeiten am neuen Empfangsgebäude weiter. Künftig wird der S-Bahnhof Warschauer Straße ein markantes Bauwerk sein. Das Berliner Architektenbüro dlw hat dem rund 60 Meter langen und 28 Meter breiten Gebäude ein edles Äußeres gegeben: Längsfassaden und Dachflächen werden mit Kupferblech verkleidet Sieben jeweils sieben Tonnen schwere Fischbauchträger, die wegen ihrer Form so genannt werden, tragen das Dach.

Fahrkartenschalter wird es nicht geben, dafür auf rund 450 Quadratmetern vier oder fünf „Vermarktungseinheiten“, Mietlokale für Läden und Imbisse. Auf 200 Quadratmetern zieht ein Supermarkt ein. Dort war zuletzt McDonald’s vorgesehen, aber der Vertrag kam dann doch nicht zustande. Im Zwischengeschoss gibt es Toiletten, jedoch nur für die Menschen, die im S-Bahnhof arbeiten.