Berlin - Es ist der Alptraum vieler Rollstuhlfahrer – plötzlich steht der Rolli still, nichts geht mehr. Ursula Lehmann musste diese Situation erleben, schuld daran war ein Poller. Der Fall der Berlinerin zeigt: An einigen Stellen in der Stadt gibt es in Sachen Barrierefreiheit Nachholbedarf. Der Berliner Landesverband des Sozialverbands Deutschland macht nun auf die Missstände aufmerksam. Und prangert vor allem die schwierige Situation am Breitscheidplatz an.

Hier ereignete sich der Unfall von Lehmann. Schon im Frühjahr war sie mit ihrem Elektro-Rollstuhl unterwegs. „Ich kam vom Bahnhof Zoo und wollte zum Nollendorfplatz“, sagte sie der Berliner Zeitung. An der Südseite des Platzes wollte sie die Straßenseite wechseln. Dort stehen seit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 Sicherheitsschwellen, die mit Pollern bestückt sind. „Darüber komme ich nicht, das habe ich immer wieder probiert. Aber die sind so hoch, dass die Unterseite meines Rollstuhl aufsetzt“, sagt sie. Stattdessen versuchte sie, auf der linken Seite daran vorbeizufahren. Zwischen Schwellen und den Drahtkäfigen, die eine zusätzliche Barriere bilden, ist nur ein schmaler Durchgang mit einem weiteren Poller.

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