Berlin - Vier Jahre blieb die Ehe zwischen Nesma M. und Wajdi H. kinderlos. Dann beschlossen der Ehemann Wajdi H. und seine Eltern, einen Wunderheiler hinzuzuziehen. Der sogenannte Hodscha riet offenbar zu einer intensiven Salzwasserkur - um den Teufel auszutreiben. Sieben Tage währte die Tortur. Dann war die 22-jährige Nesma M. tot.

Seit Montag müssen sich Wajdi H., der als Beruf Ingenieur angibt, seine 57-jährige Mutter und sein 58-jähriger Vater vor dem Berliner Landgericht verantworten. Auch Mazen K. sitzt auf der Anklagebank, der angibt, keinen Beruf erlernt zu haben. Der 49-Jährige ist der angebliche Wunderheiler. Die Staatsanwältin wirft den drei Männern und der Frau Körperverletzung mit Todesfolge vor. Die Eltern von Nesma B. sind in dem Verfahren Nebenkläger, aber nicht beim Prozess um den Tod ihrer Tochter anwesend. Sie leben derzeit in einem Flüchtlingslager im Libanon, sagt ihr Anwalt Roland Weber.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.