Berlin - Eine Badewanne mit der Aufschrift „Pfand“ ist randvoll mit Flaschen, an den Häusern, die einst britische und US-Geheimdienste als Horchposten in den Osten nutzten, zieren Graffiti die Wände, manche sind richtige Kunstwerke. Die Planen der markanten Türme auf dem Teufelsberg sind zerrissen, sie flattern im Wind. Schon seit dem Abzug der Militärs im Jahr 1992 wird über eine neue Zukunft für den 114,7 Meter hohen Berg diskutiert, es gab viele Pläne, alle zerschlugen sich. Doch nun soll sich endlich etwas bewegen. Der Senat und der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wollen alle Interessenten an einen Runden Tisch Teufelsberg holen, um Möglichkeiten für eine Entwicklung des Geländes auszuloten.

„Realistische Möglichkeiten“, betont Ephraim Gothe, Staatssekretär in der Stadtentwicklungsverwaltung, bei einem Symposium am Dienstagabend im Ökowerk Teufelssee. Der 48-jährige Sozialdemokrat, Stadtplaner, ehemaliger Baustadtrat von Mitte, ist in der Senatsverwaltung für das Thema zuständig. Im City-Bezirk habe er viel mit strittigen Themen zu tun gehabt, mit Bürgerinitiativen und Investoren, mit Abstimmungen zwischen Senat und Bezirk, mit Kompromissen. Und um einen Kompromiss werde es wohl auch beim Teufelsberg gehen müssen, sagt Gothe.

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