BERLIN - Der Knast hat Peter Atanassow gleich gepackt. „Das hermetisch Abgeschlossene, das Trostlose. Die Männer mit ihren Machismen“, sagt er. Andere würde genau das abstoßen. Ihn erinnert die Zwangsgemeinschaft im Gefängnis an seine Militärzeit bei der Nationalen Volksarmee. Nicht, dass er sich dort besonders wohlgefühlt hat. Aber geprägt habe ihn die Zeit bei der NVA schon. Und fasziniert war er. Davon, wie Menschen sich anpassen, sich verstellen können. Oder wie sie ganz anders reagieren, als man es von ihnen erwartet hat und sie von sich selbst. „Man erfährt was über sich“, sagt er. Im Knast ist es ähnlich. „Das macht was mit den Menschen, da kommt die Substanz zum Vorschein.“ Und im Theater passiere das im Grunde ja auch.

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