Berlin - Islam ist längst nicht mehr nur eine Religion. Er ist auch Reizwort und Projektionsfläche. Wenn der Islam dann noch in den Spielarten Islamismus oder Fundamentalismus vorkommt, fallen viele Hemmungen. Diese Gedanken seien diesem Text vorangestellt. Denn es geht um einen Vorgang, der in der Stadt zurzeit eigenartige Blüten treibt.

Vor einer Woche hatte der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi an der Dar as-Salam Moschee in Neukölln in einer medienwirksamen Aktion Plakate mit 40 Thesen zum Islam verbreitet. Einzelne würde man bedenkenlos unterschreiben. Ourghi fordert einen europäischen Islam, die Freiheit zur Interpretation für Gläubige, ein humanistisches Gottesverständnis, Glaubensfreiheit. Es sind aber auch Zumutungen für konservative Gläubige dabei, etwa dass Mohammed nur ein Mensch gewesen sei.

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