Es gibt Schauspieler, bei denen fragt man sich ohne jede Chance auf eine schlüssige Antwort, warum sie in diesem oder jenem Film mit eher dürrer Story gespielt haben. Bei Natalie Portman stellt sich diese Frage nicht. Wenn diese betörende Leinwandelfe ein noch so windiges Drehbuch durch ihre Mitwirkung adelt, entzieht sie den Film damit automatisch der gröbsten Kritik, schließlich spielt sie ja mit. Das muss reichen.

So gesehen braucht man nicht weiter über die Comicverfilmung „Thor – The Dark Kingdom“ zu diskutieren, in der der von Chris Hemsworth gespielte Titelheld mit Schmackes den Hammer schwingt. Natalie Portman ist dabei! Und sie kam auch, wie der hammerharte Kollege Hemsworth und sein Leinwandgegenspieler Tom Hiddleston, zur Deutschlandpremiere am Sonntagabend ins Kino Cinestar im Sony-Center. Sie trafen sogar schon zwei Tage früher ein, was Natalie Portman die Möglichkeit bot, die Tanztheater-Premiere von „Sacre“ von Sasha Waltz im Schiller Theater zu besuchen.

Ihr Fazit hat man irgendwo schon mal vernommen, hört es aber immer wieder gern, besonders aus so charmantem Munde: „Ich liebe Berlin!“ Anthony Hopkins, der den Vater von Donnergott Thor spielt, kam nicht extra nach Berlin. Er tut sich solche stressigen Reklametouren nicht mehr an. Portman und Kollegen hatten zuvor schon bei den Premieren in London und Paris ihren Interview-Marathon absolviert.

Die Gelegenheit des Star-Auflaufs nutzten die Cinestar-Geschäftsführer Oliver Fock und Stephan Lehmann zu einer flotten Rolle rückwärts. Nachdem sie erst im Mai 2011 ihr ehemaliges IMAX-Kino im Sony-Center aufwendig umgebaut, zum „Event-Cinema“ umbenannt und dem Kinoerlebnis der Luxusklasse gewidmet hatten (der Erfolg der Astor Film Lounge hatte sie wohl nachdenklich gestimmt), wurde diese Änderung jetzt nach einem weiteren Umbau rückgängig gemacht.

Nun gibt es also in Berlin doch wieder ein IMAX, was besonders den IMAX-Europa-Präsidenten Andrew Cripps freut, der zu diesem Anlass extra anreiste. Er kündigte die nächste große Änderung gleich an: „Ab Ende 2014 rüsten wir die IMAX-Kinos mit Laserprojektoren aus. Das am Potsdamer Platz in Berlin wird eines der ersten Häuser mit der neuen Technik werden.“

Während die Sterneköche in TV-Sendungen braten und manchmal auch raten (als Quasi-Prominenz schafft es mancher von ihnen auch schon mal in Quiz-Shows) fragt man sich: Ist sein Lokal jetzt eigentlich geschlossen? Was in der Realität meist nicht nötig ist, denn nur weil der Chef fehlt, wird in seiner Küche ja nicht schlechter gekocht.

Roter Teppich für die Küchenchefs

Seine Stellvertreter, die Sous Chefs, halten den Laden am Laufen. Daran dachte auch Christian Lohse, der doppelt besternte und mit gleich vier Stellvertretern versehene Chefkoch des Gourmetrestaurants Fischers Fritz im Regent Hotel am Gendarmenmarkt, als er eine Idee für seine diesjährige Küchenparty suchte. Er wurde in der zweiten Reihe, bei den Sous Chefs, fündig. Am Sonntag kochten also in seiner Küche die Stellvertreter der Küchenchefs aus First Floor, Facil, KaDeWe, dem Münchner Tantris, dem Marburger Esszimmer und dem Bonner Parkrestaurant Rheinaue.

Und der Chef war hoch zufrieden: „Die Stimmung unter den Gästen ist richtig gut. Die Kollegen haben sich aber auch sehr ins Zeug gelegt.“ In einer Ecke der Küche schlemmten voller Hingabe Entertainerin Gayle Tufts und Moderator Jörg Thadeusz.