Erfurt. Thüringen will die schwarz-gelbe Bundesregierung mit einer Bundesratsinitiative zur dauerhaften Förderung von Neonazi-Aussteigerprogrammen auffordern. Die Initiative solle voraussichtlich noch im Mai in die Länderkammer eingebracht werden, sagte Sozialministerin Heike Taubert (SPD) der Nachrichtenagentur dpa. Auf Bitte von Taubert wolle Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) die weitere Finanzierung derartiger Projekte auch bei dem Treffen der Ost-Länderchefs an diesem Montag in Berlin ansprechen. Derzeit bieten bundesweit noch zwölf Programme - darunter in Thüringen, Sachsen und Brandenburg - Hilfe für rechte Aussteiger an. Ob über 2013 hinaus noch Bundesmittel fließen, ist unklar. (dpa)