Berlin - Der Berliner Eisbär Fritz ist gestorben. Der Tierpark Berlin bestätigte am Dienstagvormittag den Tod des Jungtieres. Der vier Monate alte Bär hat seine schwere Erkrankung nicht überlebt.

Fritz erlag bereits am Montagabend einer Leberentzündung. Er wurde in der Tierklinik des Tierparks überwacht, gegen 19.30 Uhr wurde sein Atem unregelmäßig. Fritz bekam daraufhin eine Atemstimmulans. Auch eine Herzdruckmassage und Sauerstoff halfen nicht, sodass der kleine Eisbär gegen 20 Uhr verstarb, heißt es in einer Mitteilung des Tierparks.

Noch keine Obduktionsergebnisse

„Wir sind fassungslos, sehr traurig und deprimiert. Es ist unglaublich, wie schnell uns dieser kleine Eisbär ans Herz gewachsen ist. Dennoch gilt es jetzt, die Ergebnisse der Obduktion abzuwarten, um Klarheit über die plötzliche Todesursache zu erhalten“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. 

Die Berliner Zooverwaltung will am Mittag in einer Pressekonferenz weitere Informationen bekannt geben. Fritz war das erste Eisbärenjunge im Berliner Tierpark seit 22 Jahren. Seine Geburt am 3. November sowie die ersten Fotos und Filmaufnahmen hatten die Berliner begeistert. Mutter Tonja kümmerte sich liebevoll um den Kleinen, der den Stall bislang noch nicht verlassen hatte.

Erinnerungen an Knut

Schon 2006 hatte die Geburt eines Eisbären Berlin, ganz Deutschland und auch viele Menschen im Ausland elektrisiert: Im Zoologischen Garten kam damals Knut zur Welt. Erstmals bei einem Eisbär-Jungen in Deutschland begleiteten damals die Medien die Aufzucht des Bären.

Doch auch in dem Fall endete die Geschichte dramatisch: 2011 starb Knut im Alter von nur vier Jahren. In freier Wildbahn werden Eisbären deutlich älter als 20 Jahre. (BLZ/dpa)