Berlin - Marvin N. hat auf seiner rasanten Fahrt über Kudamm und Tauentzienstraße einmal den Fuß vom Gas genommen. Das war rund 100 Meter vor dem tödlichen Unfall in der West-Berliner City. Hätte der junge Mann zu dieser Zeit seinen 380-PS-starken AMG-Mercedes gebremst, wäre sein Fahrzeug noch rechtzeitig zum Stehen gekommen. Davon ist der Unfallgutachter Michael Weyde an diesem Dienstag überzeugt. Doch Marvin N. gab erneut Gas. An der Ecke Tauentzien-/Nürnberger Straße kam es zu dem verheerenden Unfall, bei dem ein unbeteiligter Autofahrer starb. 

Der tödliche Crash, um den es derzeit vor dem Berliner Landgericht geht, liegt nunmehr fast genau vier Jahre zurück. Marvin N. ist einer der sogenannten Kudamm-Raser, der in der Nacht zum 1. Februar 2016 bei einem illegalen Straßenrennen einen unbeteiligten Autofahrer getötet hat. Es ist bereits der dritte Anlauf in diesem Verfahren, zu einen rechtskräftigen Urteil zu kommen. Zweimal wurde Marvin N. bereits wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Zweimal ging er erfolgreich in Revision.

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