BerlinKurz nach 17 Uhr schreibt Britta Martini eine Kurznachricht an ihre Tochter Fabien. Sie gehe gleich zur Physiotherapie und freue sich, danach zu hören, „was du alles geschafft hast“. Fabien, 21 Jahre alt, will in drei Tagen ihr eigenes Café eröffnen. Als Britta Martini auf dem Weg zum Fahrstuhl ist, kommen ihr zwei Frauen und zwei Männer entgegen. Die Frauen sind Polizistinnen, sie tragen neongelbe Jacken. Wo wollen die denn hin, denkt sie noch. Sie sieht aus den Augenwinkeln, wie sich die Gruppe der Wohnungstür der Martinis nähert. Eine Polizistin schaut auf das Klingelschild und nickt. Britta Martini beschleicht ein ungutes Gefühl. Wollen Sie zu uns, fragt sie und eilt zurück. Wenn Sie Frau Martini sind, sagt die Polizistin.

Es ist der 29. Januar 2018. Fabien Martini ist zu diesem Zeitpunkt schon vier Stunden tot.

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