Berlin - Alle reden immer von der Zukunft, als finde diese irgendwann statt. Dabei ist Zukunft das, was auf einen zukommt, egal wann. Vielleicht kippt man in drei Minuten den Kaffeebecher über die Computer-Tastatur. Vielleicht hat man in fünf Stunden Feierabend, wenn nicht vorher der Chef kommt und sagt: „Eh, du musst noch die Küche ausfegen!“
Manchmal hat die Zukunft aber auch längst schon begonnen. So wie in dieser Woche, als japanische Forscher die Erlaubnis bekamen, eine Chimäre zu erzeugen, wie man überall lesen konnte. „Eine wat?“, fragt mein innerer Berliner, „eine Schi-Mähre? Da stell ick mir ’n ollet, abjehalftertet Ferd vor, wat uff Schian steht und ’n Hang mit Schnee runterfährt.“ – Mein Gott, der kann auch nur rumblödeln!

Dabei geht es um eine ernste Sache. Eine Chimäre ist ein Mischwesen. Die ägyptische Sphinx von Gizeh – in der Fachsprache übrigens „der“ Sphinx! – ist zum Beispiel ein Löwenkörper mit Menschenkopf. „Und so wat wolln die in Japan machen?“, fragt mein innerer Berliner. „Dit wär cool. Kann ick mir’n Vieh aussuchen? Dann wär ick jern een Vorel. Meen Kopp kommt uff’n Adler ruff, und denn muss ick nich mehr mitte S-Bahn fahrn. Denn fliej ick einfach zur Arbeet, imma de Spree lang.“

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