Vier Tage nach dem Fund einer Leiche in Ahrensfelde ist jetzt offiziell bestätigt, dass es sich um den 13-jährigen Vermissten aus Marzahn handelt. Das teilte Konstanze Schober von der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am Montag mit.

Zuletzt war im Umfeld des Vermissten Unmut darüber geäußert worden, weil die Ermittler keine Informationen über die Identität des Toten veröffentlicht hatten. Aufgrund der starken Hitze und des damit einhergehenden Zustandes des Körpers sei eine Identifizierung des Leichnams nur noch über „körperspezifische Merkmal wie Narben, Leberflecke und Zähne“ möglich gewesen, sagte Schober der Berliner Zeitung. Dies habe „seine Zeit gedauert.“ Der leblose Körper war am Donnerstag bei einer alten Kläranlage im Ahrensfelder Ortsteil Eiche gefunden worden.

Woran der 13-jährige Junge gestorben ist, darüber herrscht noch immer Unklarheit. Fest stehe laut Staatsanwaltschaft bislang nur, dass der 13-Jährige „nicht durch Gewalteinwirkung von außen“ ums Leben kam. Derzeit versuchen Gerichtsmediziner, die Todesursache mit toxikologischen Verfahren herauszufinden. Da der Körper aber auf jede Droge, jedes Gift und jeden medikamentösen Wirkstoff einzeln getestet werden muss, kann es laut Schober „bis Ende dieser Woche dauern, bis wir ein Ergebnis haben“. Erst wenn die Gerichtsmediziner die Todesursache herausgefunden haben, können die Fahnder der Frankfurter Mordkommission entscheiden, in welche Richtung sie ermitteln. Bislang sei „alles offen“, hieß es gestern.

Weiterhin rätselhaft ist zudem die Rolle eines Freundes des Toten, der am Tag nach dem Verschwinden des 13-Jährigen in einem psychisch desolatem Zustand in den Gärten der Welt in Marzahn gefunden wurde. Gestern wurde der Junge nach einer mehrtägigen Behandlung in einer Berliner Klinik nach Hause entlassen. Aus Ermittlerkreisen hieß es, dass der Jugendliche aufgrund seines „labilen Zustands“ nach wie vor „nicht aussagekräftig vernommen werden“ konnte.