136.000 Gästebetten hatte Berlin letztes Jahr in seinen Hotels und Pensionen. Die Anzahl wächst, aber der Hotelmarkt ist umkämpft in Berlin. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um Gäste zu animieren, gerade solche, die es beim Stadtbesuch mal ein bisschen anders haben wollen. Berlin hat da einiges zu bieten.

Zum Beispiel: Unterkunft in einer Zelle im ehemaligen Knast Rummelsburg? Klingt pervers, ist aber beliebt. Und der See ist auch gleich um die Ecke. Wer noch einmal richtig DDR erleben will mit Sprelacart-Möbeln und Honecker an der Wand: alles möglich! Natürlich geht es auch kultivierter: Tautes Heim – Glück allein. Oder Arte Luise Kunsthotel; da spart man sich Galeriebesuch und Museen.

Das Angebot reizt sogar manchen Berliner, dem zu Hause die Decke auf den Kopf fällt oder der keine Lust hat, in den Abenteuerurlaub zu fahren. Camping im Wohnwagen wäre da was. Vorausgesetzt, man mag Frühstück in der Fabriketage und ist gewillt, auf frischen Wind und grünes Gras drum herum zu verzichten. Wer es noch ein bisschen schärfer mag, geht in die Propeller Island City Lodge unweit vom Kudamm. Dort kann man in einem Löwenkäfig übernachten, allein oder mit Begleiterin. Und wird dabei vielleicht selber zum Raubtier.