Neuigkeiten von den langwierigen Auseinandersetzungen der Belegschaft im bestreikten Kino Babylon in Mitte: Am Freitag hat Geschäftsführer Timothy Grossman seinen Mit-Geschäftsführer Tobias Hackel im Rahmen einer Gesellschafterversammlung abberufen.

Grossman hält 51 Prozent der Gesellschaft, Hackel 49 Prozent. Grossman sagte, das Vertrauensverhältnis sei gestört. „Wir müssen daher unsere geschäftlichen Tätigkeiten trennen.“ Grossman ist nun alleiniger Geschäftsführer des Kinobetriebes, Gesellschafter bleiben beide.

Insolvenzantrag gestellt

Vor zwei Wochen hatte Hackel wegen der wirtschaftlichen Lage des Kinos beim Insolvenzgericht in Charlottenburg einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Hackel zufolge soll das Babylon Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 150.000 Euro haben.

Grossman hat dieser Bilanz vor wenigen Tagen widersprochen. Er sagte, ein Unternehmen wie das Babylon sei finanziell stets knapp gerechnet, er verfüge über ausreichende finanzielle Mittel, um sämtliche Verbindlichkeiten zu erfüllen. Am Freitag gab Grossman bekannt, er habe die Gesellschaft mit 50 000 Euro ausgestattet. Über den Insolvenzantrag muss nun das Amtsgericht entscheiden.