Berlin-Friedrichshain - Der heutige Mittwoch ist der letzte Spieltag: Das Berliner Traditionskino Intimes in Friedrichshain schließt am Donnerstag. Die Betreiber teilen auf ihrer Internetseite mit, sie sehen sich „aufgrund unternehmerischer Entscheidungen zur Betriebsschließung gezwungen“. Der Kinobetrieb endet am 18. April.

Das kleine Kiez-Kino an der Boxhagener Straße, Ecke Niederbarnimstraße wurde 1909 als Lichtspiele des Ostens eröffnet. Damals gab es 151 Plätze, heute sind es 83 im 70-Jahre Flair.

Vor- und nachmittags wurden Kinderfilme gezeigt, abends und an den Wochenenden liefen Arthouse-Filme, Familienfilme, es gab Matineen,  Filmreihen und Werkschauen.

Ein Umbau des Kinos war geplant, doch dazu kam es nach einem Betreiberwechsel bisher nicht.

Hoffnung auf Erhalt 

Dennoch hoffen die Betreiber, das traditionsreiche Kino zu erhalten und neu zu eröffnen. Unterstützt wird dieses Anliegen von der Mietergenossenschaft Selbstbau e.g., der das Gebäude mit dem Ladenkino im Erdgeschoss seit 1999 gehört. „Die Kinobetreiber sind mehr als normale Gewerbemieter“, sagt Peter Weber vom Vorstand. Mit den Genossenschaftsmitgliedern des Hauses wird nun auf einer Hausversammlung Ende April überlegt, welche Möglichkeiten es gibt, das Kino weiterzuführen.

Ein Umbau, der etwa eine Million Euro kosten wird, scheint notwendig. Womöglich wird ein neuer Betreiber gesucht, auch ein gemeinschaftlicher Kinobetrieb wäre eine Option. „Wir brauchen jetzt die Ideen aller, die am Fortbestehen dieses Kinos interessiert sind“, sagt Peter Weber.