Berlin - Sie erinnert sich noch an den herb-süßlich riechenden Duft der Birnen, die sie jeden Spätherbst zusammen ernteten. Der Baum ist 43 Jahre alt, so alt wie Lara S. selbst. Ihre Mutter Sabine pflanzte ihn 1978 in ihrem Kleingarten nahe des Rüdesheimer Platzes in Wilmersdorf. Die Tochter kommt oft hierher, um den Verlust der Mutter, die Anfang des Jahres an Covid-19 starb, zu betrauern. Doch nun droht Lara S. auch noch diesen für sie wichtigen Rückzugsort zu verlieren. Schuld daran ist ein Gesetz.

„Es ist der Ort meiner Kindheit und mit dem Tod meiner Mutter bedeutender denn je für mich geworden“, sagt Lara S. Die 43-Jährige hat ein schreckliches Drama hinter sich. Die Mutter infizierte sich während einer medizinischen stationären Behandlung in einem Krankenhaus mit Corona. Nur eine Woche später verstarb sie. Nun muss sich ihre Tochter auch noch mit der Kleingarten-Bürokratie herumschlagen, die es ihr offenbar unmöglich macht, die Parzelle ihrer Familie zu übernehmen.

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