Berlin - Landwirte aus ganz Brandenburg protestieren mit einer Sternfahrt nach Berlin gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Am Großen Stern in Berlin-Tiergarten war am Mittag der erste Traktorkonvoi der Protest-Sternfahrt angekommen. Über die Klingelhöferstraße trafen die Traktoren unter anderem aus dem Märkisch-Oderland ein. Laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) umrundet der Traktorzug die Siegessäule und fährt dann zurück. 

Wie die Verkehrsinformationszentrale bei Twitter mitteilte, ist der Große Stern mittlerweile wieder freigegeben. Die Traktoren befinden sich auf dem Rückweg - dieser führt über die Hofjägerallee, Klingelhöfer Straße, Reichpietschufer, Hallesches Ufer, Mehringdamm und Lichtenrader-, Marienfelder- und Tempelhofer Damm.  

Sternfahrt mit Traktoren nach Berlin: 600 Polizisten im Einsatz

Etwa 200 Traktoren und andere Landwirtschaftsmaschinen nehmen an der Demonstration teil. Nach Angaben der Polizei sorgen rund 600 Polizeibeamte, davon etwa 300 Bereitschaftspolizisten, für die Verkehrssicherheit. Die Polizei rechnet auch für den Nachmittag mit Verkehrsbehinderungen - dann befinden sich die Bauern auf der Rückfahrt Richtung Brandenburg.

Die Landwirte protestieren unter anderem für mehr Mitspracherecht beim Insektenschutz und gegen das angekündigte Freihandelsabkommen mit den MERCOSUR-Staaten, durch das sie einen Wettbewerbsnachteil befürchten. Es sei nicht von der Hand zu weisen, dass die südamerikanischen Rindfleischproduzenten durch eine mögliche ganzjährige Weidehaltung einen Vorteil haben, sagte Landesbauernpräsident Henrik Wendorff. Zudem entsprächen die Tierwohl- und Hygienestandards nicht den hiesigen. (BLZ/dpa)